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Nach dem Abbruch wegen Corona ist der HSV Langenfeld aufgestiegen

Frauenfußball : Fußballerinnen des HSV sind nun in der Niederrheinliga

Die Langenfelderinnen liegen bei der Quotientenregel nach dem Saisonabbruch vor dem Spitzenreiter der Landesliga. Es ist der zweite Aufstieg in zwei Jahren für das Team um Trainer Volker Bochnia, das eine enge Bindung zur Reserve hat.

Nach den Entscheidungen des Fußball-Verbandes Niederrhein, die Saisons abzubrechen und für die Ermittlung der Aufsteiger unter anderem die Quotientenregel anzuwenden, ist klar: Die Fußballerinnen des HSV Langenfeld sind in die Niederrheinliga aufgestiegen. Bei der Quotienteregel werden die gewonnen Punkte durch die absolvierten Spiele geteilt – damit liegt der HSV mit dem Wert 2,33 vor der Spvg. Gustorf-Gindorf (2,31), die zum Zeitpunkt des Abbruchs zwar Spitzenreiter war, aber nur zwei Punkte Vorsprung und ein Spiel mehr als die Langenfelderinnen auf Rang zwei hatten. Als Hinrundenerster steig nun aber Gustorf-Gindorf gemeinsam mit dem HSV in die höchste Amateurklasse auf.

Nach dem Aufstieg 2018 in die Landesliga ist dies der zweite Aufstieg für das Trainerteam. HSV-Coach Volker Bochnia sagt: „Unser Kader blieb die letzten fünf Jahre im Wesentlichen zusammen. Nur punktuell wurde das Team verstärkt, was für die Qualität der Spielerinnen aber auch des Kollektivs spricht.“ Der HSV geht dabei einen eigenen Weg, denn die beiden Teams – die Reserve spielt in der Kreisliga – haben einen sehr engen Kontakt: gemeinsame Trainingszeiten und -plätze, ein gemeinsames Trainerteam, eine gemeinsame Mannschaftskasse und gemeinsame Feierlichkeiten. Dies ist laut Bochnia auch eines der Rezepte für den Erfolg. „Wichtig ist auch, dass wir vom Vorstand die Wertschätzung für die Leistungen der Damen erhalten. Im Gegensatz zu Frauenabteilungen vieler anderer Vereine fühlen wir uns beim HSV sehr wohl und als ein gleichberechtigter Teil des Vereinslebens“, sagt Bochnia.

Auf Emotionen wie bei einem sportlichen Aufstieg auf dem Platz mussten die HSV-Damen ebenso verzichten wie bisher auf eine Aufstiegsfeier. „Wir werden zu Saisonbeginn das ,Angekommen in der 4. Liga’ feiern“, sagt Bochnia. „Die Emotionen werden dann sicher nicht gleich hohe Wellen schlagen wie bei einem Aufstieg auf dem Platz, aber ganz ohne Feierlichkeiten werden wir dieses Ereignis sicher nicht vorüber gehen lassen, schließlich hat nun auch Langenfeld ein Fußballteam in der höchsten Spielklasse des Verbandes.“

Wann genau die neue Saison beginnt, ist derzeit nicht absehbar. Bisher ist nur klar, dass die ersten Spiele nicht vor dem 1. September stattfinden werden. Außerdem sollen die unterbrochenen Pokalwettbewerbe noch vor Saisonstart beendet werden. Somit haben die im Halbfinale stehenden HSV-Damen noch die Chance auf einen Titel. Für die neue Saison gibt der HSV diese Ziele vor: „Mit den Damen 1 wird der möglichst frühzeitige Klassenerhalt angestrebt. Mit der Damen 2 wollen wir nächste Saison um den Aufstieg in die Bezirksliga mitspielen“, sagt Bochnia. Darüber hinaus will man beim HSV wieder Juniorinnen-Teams aufbauen. Damit der Erfolgsweg auch nachhaltig wird.