Monheimer kämpfen gegen die Bequemlichkeit

Fußball : Monheimer kämpfen gegen die Bequemlichkeit

Der Oberligist war zuletzt alles, aber nicht konstant. Beim Letzten Duisburg soll für die 50-Punkte-Marke ein Sieg her.

Es gehört zu den üblichen Vorgängen im Fußball, dass es für viele Mannschaften schon einige Spieltage vor dem Saisonende um nicht mehr wirklich viel geht. Abgesehen von den wenigen Teams, die um den Aufstieg oder gegen den Abstieg kämpfen, wird in der Mitte der Tabelle das Niemandsland in der Regel von Woche zu Woche größer. Der Oberligist FC Monheim (FCM) etwa steckt als Siebter nun seit einigen Wochen in diesem Bereich fest und er verlor zuletzt zweimal ein Heimspiel gegen Mannschaften, die kurz vor Ende noch um den Klassenerhalt bangen. Vor drei Wochen gewann der ETB SW Essen mit 3:0 und am vergangenen Wochenende nahem der SC Düsseldorf-West einen 3:1-Sieg mit.

Dazwischen zeigte die Mannschaft von Trainer Dennis Ruess mit dem 4:2 bei Ratingen 04/19, was eigentlich in ihr steckt. Für Ratingen ging es aber damals ebenfalls schon um nicht mehr besonders viel. „Dass der Spannungsbogen bei einer Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht und noch um den Klassenerhalt bangt, ein anderer ist als bei einer Mannschaft, die ihre Ziele erreicht hat, ist klar. Und das taugt vielleicht als Erklärungsversuch. Aber es ist natürlich überhaupt nicht das, was wir wollen. Und wir akzeptieren nicht, dass wir uns jetzt alles, was wir uns über Monate erarbeitet haben, aus Bequemlichkeit mit dem Hintern wieder einreißen“, sagt Ruess.

Dramatisieren mag der Coach die Situation allerdings nicht, denn Monheim absolviert unter dem Strich weiterhin eine gute zweite Saison in der Oberliga und die Mannschaft hatte über die gesamte Serie hinweg nie etwas mit dem Abstiegskampf zu tun. Darüberhinaus könnte das Team die hervorragende Ausbeute von 50 Punkten aus der Saison nach dem Aufstieg sogar noch übertreffen. Dafür ist ein Sieg am kommenden Wochenende fest eingeplant, denn der FCM gastiert beim abgeschlagenen Letzten FSV Duisburg (Sonntag, 15.30 Uhr). Lediglich 13 Punkte holte der Aufsteiger aus den bisher 31 Spielen und er verlor die letzten drei Partien jeweils mit fünf Toren Unterschied.

„Das ist eine ganz unangenehme Aufgabe, weil jeder von uns erwartet, dass wir das Spiel klar für uns entscheiden. Wenn wir aber mit derselben Attitüde in die Partie gehen wie am vergangenen Sonntag, dann werden wir auch da nichts holen. Ich halte Duisburg nach wie vor für eine qualitativ gut besetzte Mannschaft. Warum es dort nicht funktioniert, das weiß ich nicht und das ist nicht meine Baustelle. Ich muss dafür Sorgen, dass wir unsere Leistung abrufen“, erklärt Ruess.Mit welcher Startelf Monheim auflaufen wird, hängt insbesondere von der Trainingswoche ab. Generell gehe es für die Spieler inzwischen längst darum, sich für die nächste Saison zu präsentieren. „Es ist ja nicht so, dass dann ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen wird. Und bis dahin werde ich mir das merken können“, betont Ruess. Und obwohl für den FCM tabellerisch nicht mehr viel drin ist – gemütlich ausklingen lassen will er diese Saison definitiv nicht.

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