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Jugendfußball: Monheim: Leistung - aber ohne Zwang

Jugendfußball : Monheim: Leistung - aber ohne Zwang

Bei der Nachwuchsarbeit im Rheinstadion stellt der Verein die richtige Mischung aus Anspruch und Spaß in den Mittelpunkt.

Spaß und Leistungsorientierung sind für Wolfgang Eisenblätter die entscheidenden Begriffe. Der Jugendleiter des FC Monheim (FCM) versucht bei seiner Arbeit eine gesunde Mischung zu finden, wenn es darum geht, die Kinder an den Fußball heranzuführen. "Wir bilden die Kinder durchaus leistungsorientiert aus, allerdings mit Augenmaß", sagt Eisenblätter, der damit einem zu hohem Leistungsdruck auf die jungen Sportler vorbeugen will. Im Klartext: Alle ersten Jugendmannschaften haben die Leistungsklasse als Ziel, das allerdings nicht vorgeschrieben wird. Für den Jugendleiter liegt darin der große Unterschied. "Wenn sich die Teams für die Leistungsklasse qualifizieren können, war es eine super Saison. Klappt es einmal nicht, ist es kein Weltuntergang", findet der Verantwortliche des FCM.

Gemessen an dieser Aussage war die vergangene Saison eine gute. Im A- bis D-Junioren-Bereich sind die Monheimer schließlich in der Leistungsklasse vertreten. "Das klappte nicht immer so gut. Unsere D-Jugend konnte erst diese Saison wieder aus der Kreisklasse aufsteigen", sagt Eisenblätter. Obwohl die aktuelle Lage für die Verantwortlichen zufriedenstellend aussieht, scheut der Jugend-Chef nicht davor zurück, größere Pläne anzugreifen. So sei für die D- und C-Jugendlichen in drei bis vier Jahren die Niederrheinliga ein Thema. Eisenblätter legt spürbar Wert darauf, dass daraus keine Vorgabe abzuleiten sei.

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Rund 400 Mitglieder umfasst die Jugendabteilung des FCM. Für die 20 Mannschaften sind etwa 50 Betreuer verantwortlich, die über verschiedene Lehrgänge des Verbandes speziell ausgebildet werden. Eisenblätter: "Zusätzlich hospitieren sie in Mannschaften anderer, erfahrener Trainer, um so an ein gutes und sinnvolles Training herangeführt zu werden."

Schaut Eisenblätter auf seine ältesten Jugendlichen, liegt ihm zugleich die Seniorenabteilung am Herzen, die natürlich von der eigenen Nachwuchs-Arbeit profitieren soll. Im vergangenen Jahr schaffte es in Benjamin Wadenpohl sogar ein Spieler, sich fest in der ersten Mannschaft zu etablieren. Nach Auffassung des Jugendleiters funktioniert die Kommunikation der ersten und der zweiten Mannschaft mit der A-Jugend reibungslos, was insbesondere Frank Rückert zu verdanken war. Der ehemalige Co-Trainer der Ersten war gleichzeitig für die A-Jugend verantwortlich. Das ist nach dem Trainerwechsel zu Daniel Cartus, der die Co-Trainer Benjamin Uhlenbrock und Daniel Honnef zum Bezirksliga-Team mitnimmt, nicht mehr so. Eisenblätter sieht die Zukunft der Zusammenarbeit trotzdem sehr zuversichtlich.

Dem Frauenfußball möchte sich der Chef der Fußball-Jugend ebenfalls verstärkt widmen. Bisher gibt es "nur" zwei Mädchenteams, die sich allerdings etabliert haben (U 13 und U 15). Dennoch besteht hier im Vergleich zu anderen Vereinen noch Nachholbedarf. "Irgendwann muss eine Damenmannschaft das Ziel sein", sagt Eisenblätter. Er weiß, dass er dafür länger Zeit benötigt.

(mol-)