Lokalsport: Monheim ist bereit fürs Abenteuer Oberliga

Lokalsport : Monheim ist bereit fürs Abenteuer Oberliga

Das Team von Trainer Dennis Ruess beginnt am Montag mit der Saison-Vorbereitung. Der erste Test ist am 12. Juli gegen Viktoria Köln.

Der FC Monheim (FCM) betritt in der nächsten Saison Neuland, denn noch nie spielte eine Mannschaft des 1910 gegründeten Vereins in der Fußball-Oberliga. Nach den beiden Landesliga-Aufstiegen von 1987 und 2014 ging es immer gleich wieder zurück in die Bezirksliga. Und auch im dritten Anlauf gelang es den Monheimern nicht, die Klasse zu halten - allerdings auf ungewöhnliche Art und Weise. Der Aufsteiger schaffte vielmehr über eine an Spannung kaum zu überbietende Qualifikationsrunde gegen den VfL Rhede (0:0/2:2) den Sprung in die Oberliga. "Die Oberliga ist für diesen Verein bislang das höchste der Gefühle", sagt Trainer Dennis Ruess. Er ist ab dem kommenden Montag verantwortlich dafür, dass es nicht bei einem kurzen Gastspiel in Deutschlands fünfthöchster Klasse bleibt. Dann beginnt der FCM mit seiner sechswöchigen Vorbereitung auf den Saisonstart am 13. August.

Sieben Testspiele werden die Monheimer bis dahin absolvieren und los geht es am 12. Juli direkt mit der wohl reizvollsten Aufgabe: Der Regionalligist FC Viktoria Köln gastiert im Rheinstadion. Das folgende Wochenende nutzt der FCM wie in den Jahren zuvor für ein dreitägiges Trainingslager in Goch, in dessen Rahmen unter anderem ein Test gegen den Bezirksligisten SV RW Hütte geplant ist. Das Trainerteam orientiert sich ohnehin an Bewährtem. "Wir haben aus den letzten beiden Jahren einen Leitfaden, nach dem wir uns auch jetzt richten. Es geht darum, die Jungs auf ein gutes Niveau zu bringen. Das ist uns in den letzten Jahren immer gelungen. Wir hatten eine gute Fitness und in der Schlussphase immer noch etwas zuzusetzen. Das wird in der kommenden Saison wichtiger sein denn je", findet der FCM-Coach.

Nach dem Trainingslager erhöht sich die Schlagzahl für die weiteren Testspiele, die der FCM allesamt zu Hause bestreitet. Im Anschluss an die Partie gegen die SG Kaarst (23. Juli/Bezirksliga) folgen die Tests gegen Fortuna Köln II (27. Juli/Landesliga), den TuS Ennepetal (30. Juli/Oberliga), den SV Schlebusch (3. August/Landesliga) und gegen den SV Bergisch Gladbach (5. August/Oberliga).

Ihre Personalplanungen haben die Monheimer beinahe komplett abgeschlossen und lediglich im Angriff ist noch eine Planstelle offen. Benjamin Wadenpohl, Nelson Freitag (beide FC Leverkusen), Marvin Klein, Sebastian Milinski (beide HSV Langenfeld), Derman Disbudak, Martin Zerwas und Kevin Okereke (alle Ziel unbekannt) verlassen den Verein. Marvin Kessler, Pascal Zeler, Thomas Knauf und Lars Sczyrba verstärken vorerst die zweite Mannschaft in der Kreisliga A. Der letzte Abgang ist im Grunde gar kein echter - und womöglich nur vorläufig. Stammtorhüter und Kapitän André Maczkowiak rückt nach seiner Operation an der Schulter zunächst auf die nach dem Ausscheiden von Manuel Windges vakante Position im Trainerteam. Sollte der 34 Jahre alte Keeper allerdings noch einmal entsprechend fit werden, sind für ihn in der Rückrunde vielleicht doch ein paar Einsätze drin.

Auf der Liste der Neuen findet sich richtig viel Qualität. Das fängt an mit Philip Lehnert, zuletzt Kapitän des Oberligisten TuRU Düsseldorf, und seinem TuRU-Mittelfeldpartner Benjamin Schütz. Es geht weiter über die Torhüter Johannes Kultscher (1. FC Mönchengladbach) und Sebastian Semper (SV Oberbilk) sowie die oberliga-erfahrenen Robin Kreis (TSV Meerbusch) und Gordon Weniger (SF Baumberg). Das Potenzial des Rückkehrers Samir Al Khabbachi (FC Leverkusen) ist in Monheim ebenfalls bekannt und dasselbe gilt für den aus der dritten Mannschaft fest nach oben geholten Angreifer Ayhan Atar. Der talentierte Jan Nosel (TSV Bayer Dormagen) rundet die Liste der Neuen ab.

"Ich bin mit unserem Kader total zufrieden", betont Ruess, "wir haben 24 Spieler, die eigentlich alle für einen Stammplatz in Frage kommen. Wir haben unsere Hausaufgaben gut erledigt." Der FC Monheim betritt zwar Neuland, scheint jedoch gut gerüstet zu sein für das Abenteuer Oberliga.

(mroe)