Niederrheinpokal : Monheim arbeitet sich ins Halbfinale

Der Fußball-Oberligist kann sich nach dem 3:1 auf Gegner wie Uerdingen oder Essen freuen.

Der Fußball-Oberligist FC Monheim (FCM) steht nach dem 3:1 (1:0)-Erfolg über den Klassen-Konkurrenten TV Jahn Hiesfeld im Halbfinale des Niederrrheinpokals. „Wir waren noch nie im Viertelfinale und erst recht noch nie im Halbfinale. Das Ziel war es, wieder ein kleines bisschen an der Geschichte dieses Vereins mitzuschreiben. Das ist uns gelungen und damit bin ich sehr zufrieden“, sagte FCM-Coach Dennis Ruess, dessen Mannschaft das Viertelfinale mit viel Einsatz zu seinen Gunsten entschied.

Der Erfolgsweg der vergangenen Jahre mit zwei Aufstiegen ist damit um ein weiteres Kapitel erweitert – und der aufregendste Teil kommt womöglich erst. Neben dem FCM zogen schließlich schon der Drittligist KFC Uerdingen und der Regionalligist RW Essen ins Halbfinale ein. Sollte sich im letzten ausstehenden Viertelfinale der Wuppertaler SV gegen den Oberliga-Tabellenführer VfB Homberg durchsetzen, wäre Monheim der einzige verbliebene Oberligist – und hätte dann Heimrecht sowie ein Topspiel gegen einen echten Traditionsverein sicher.

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Die Hürde Hiesfeld zu überwinden, war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Gerade im ersten Durchgang hatte der FCM große Probleme. Das lag vielleicht mit daran, dass einige Umstellungen notwendig waren. Yannic Intven, Tim Kosmala und Tobias Lippold fehlten gesperrt – also gleich alle drei Kapitäne und eine komplette Innenverteidigung. Neben den gelernten Innenverteidiger Luca Rozic musste daher Chris Lange, der eigentlich auf der linken Seite zu Hause ist, ins Deckungszentrum rücken. Während Lange seine Sache unter anderem dank seiner großen Erfahrung gut machte, gelang dem FCM insgesamt zunächst eher wenig.

Gegen aggressiv und mit hoher Intensität zu Werke gehende Gäste zeigten sich die Monheimer sehr fahrig und sie produzierten im Aufbau viele einfache Fehler. So hätte Hiesfeld die Führung durchaus verdient gehabt, ließ jedoch beste Möglichkeiten wie eine hunderprozentige Kopfballchance in der zehnten Minute ungenutzt. Den ersten Treffer erzielten dann sogar die Hausherren, die hier den vorherigen Spielverlauf einigermaßen auf den Kopf stellten. Der erst 18 Jahre alte Bora Gümüs legte auf Philipp Hombach ab, der aus 18 Metern Entfernung mit einem Schlenzer ins Eck zum 1:0 traf (28.). „Das Einzige, das zur Pause gut war, war das Ergebnis“, urteilte Ruess, dessen Halbzeit-Ansprache allerdings viel Wirkung zeigte.

Nach dem Wieder-Anpfiff waren die Gastgeber deutlich besser in der Partie – wohl auch, weil Hiesfeld fürs hohe Tempo bezahlen musste. Nach einer Ecke von Mark Schiffer erhöhte Benjamin Schütz per Kopfball auf 2:0 (60.) und wenig später besorgte Noah Salau nach dem schönem Schiffer-Steilpass das 3:0 (65.). Gümüs hätte zweimal erhöhen können (78./79.), ehe die Gäste nach dem 1:3-Anschluss (80.) neue Hoffnung schöpften. Kurz vor Schluss musste FCM-Keeper Sebastian Semper dann tatsächlich noch das 2:3 verhindern (83.). „Fußball ist ein Ergebnissport. Da zählen Tore und in der Beziehung waren wir eiskalt“, sagte Ruess, „und mit der zweiten Hälfte können wir zufrieden sein. Wir hatten eine sehr junge Mannschaft, die eng zusammengestanden und eine gute Mentalität gezeigt hat.“

FC Monheim: Semper, Salau, Rozic, Lange, Nosel, Schiffer, Schütz, Osawe, Hombach (84. Agrusa), Gümüs (89. Adeoye), Aleksic (72. Labusga).