Fußball : Mit Sorgen, mit Zuversicht

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath sitzt zurzeit auf Rang zehn irgendwo zwischen den Stühlen. Auf der Asche des SV Essen-Burgaltendorf will die Elf um Trainer Marek Lesniak die Trendwende für mehr Sicherheit einleiten.

Die Lage ist undurchsichtig und auf keinen Fall so, wie sie nach den Plänen des Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath sein sollte. Der hatte sich schließlich für 2012/2013 eine Saison ohne Sorgen vorgestellt — nicht den Blick nach ganz oben, aber auch nicht den nach unten. Letzteres drängt sich aber vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr) beim SV Essen-Burgaltendorf auf, weil der zehnte Platz und fünf Zähler aus fünf Partien alles andere als beruhigend sind. "Drei Punkte müssen passieren. Das ist unabdingbar", fordert der Sportliche Leiter Jörg Broch sogar.

Nach dem 3:0-Auftaktsieg über den FC Remscheid kamen die Richrather Stück für Stück außer Tritt — 1:1 beim SuS Haarzopf, 0:0 gegen den ASV Wuppertal, 1:3 gegen die Sportfreunde Niederwenigern. Am vergangenen Wochenende gabs bei RW Essen II eine klare Steigerung, aber nach dem 1:2 nur Komplimente und nichts Zählbares. "Wenn wir diese Einstellung transportieren können, ist was für uns drin", findet Broch, der sich hier erneut auf einer Wellenlänge mit Trainer Marek Lesniak befindet: "Ich bin zuversichtlich, dass wir mit drei Punkten nach Hause kommen."

Was vor fünf Jahren war

Ganz einfach wird die Aufgabe allerdings nicht, denn die Hausherren werden sich vermutlich energisch wehren — wobei sie den kleinen Aschenplatz als echten Heimvorteil sehen dürfen. Wie ein Sieg in Essen entstehen kann, spürte TuSpo zuletzt in der Saison 2007/2008 — als beide Vereine schon mal gemeinsam zur Gruppe 1 der Landesliga gehörten. Am 18. November 2007 gewann Richrath unter der Federführung seines damaligen Trainers David Moreno mit 2:0. TuSpo-Kapitän Jens Hülsen war seinerzeit ebenfalls dabei. "Die Mannschaft hat Einsatz und Laufbereitschaft gezeigt und den Kampf angenommen", urteilte Moreno seinerzeit. Fünf Jahre später hätte Lesniak wenig dagegen, nach den 90 Minuten dasselbe sagen zu dürfen.

Wie ein Verschiebebahnhof

Die personelle Richrather Lage entspannt sich einerseits leicht, weil verletzte Spieler wie Wojciech Lesniak oder Sebastian Milinski bald wieder voll zur Verfügung stehen sollten. Andererseits sieht die Elf bisweilen wie ein Verschiebebahnhof aus, weil Eckpfeiler wie Julien Dehner oder Dennis Lichtenwimmer (beide Rote Karte) aus der Stammformation fehlen. Auch deshalb ist am Schlangenberg immer noch manches undurchsichtig.

(RP/ac)