Lokalsport: LTV entscheidet Spiel schon vor der Pause

Lokalsport : LTV entscheidet Spiel schon vor der Pause

Die Handballer des Leichlinger TV haben sich im ersten Spiel des neuen Jahres in starker Verfassung gezeigt. Das Team von Trainer-Manager Frank Lorenzet setzte sich in der Dritten Liga klar mit 41:29 gegen den TuS Volmetal durch.

Respekt hatte LTV-Trainer Frank Lorenzet vor dem Gegner. Der TuS Volmetal spielt vorrangig gegen den Abstieg aus der Dritten Liga und hat sich am vergangenen Wochenende beim 36:29 gegen den TV Korschenbroich etwas Luft verschafft. Lorenzet sagte nach dem 41:29-Erfolg und angesichts der Tatsache, dass es für die Leichlinger das erste Spiel des Jahres war: "Ich bin froh, dass wir die Aufgabe so souverän gelöst haben."

Dass es in dem Duell nur einen Sieger geben kann, zeichnete sich bereits früh ab. Die Gäste hielten zwar dagegen, mussten aber in den ersten zwölf Minuten gleich drei Mal in Unterzahl agieren. Das nutzten die Leichlinger, um einen ersten Vorsprung herauszuarbeiten. David Kreckler bewies Übersicht, in dem er zwei Mal sehenswert Hendrick Rachow am Kreis in Szene setzte. Beim 9:6 setzte er sich selber in einer Eins-gegen-Eins-Situation durch.

Für die Vorentscheidung sorgten die Hausherren nach Rachows 12:9. Der eingewechselte Valdas Novickis erhöhte, nachdem er an den Kreis durchgebrochen war. David Hansen legte nach, woraufhin die Gäste ihre erste Auszeit nahmen. "Wir haben völlig den Zugriff in der Deckung und die Disziplin im Angriff verloren", beklagte Volmetals Coach Michael Wolf nach Spielschluss. "Dass Leichlingen sich das mit ihrer Qualität nicht mehr nehmen lässt, war abzusehen."

Tatsächlich demontierten die Gastgeber ihren Kontrahenten bis zur Pause. Immer wieder gewannen die Leichlinger den Ball in der kompakten Deckung oder profitierten von Mathis Steckens starker Torhüterleistung. Mike Schulz war für die einfachen Tore per Gegenstoß und Siebenmeter zuständig. Bastian Munkel und Kreckler waren die entscheidenden Akteure im Leichlinger Positionsangriff. Mit 23:12 ging es in die Kabinen. Den Vorsprung gaben die Hausherren anschließend nicht mehr aus der Hand. Über weite Strecken setzten die Pirates ihre starke Offensivleistung sogar fort. Schulz erhöhte munter weiter, während Stecken einen Abschluss nach dem anderen entzauberte. In der 43. Minute führte der LTV schon 32:17 - zu diesem Zeitpunkt schienen sogar 45 oder mehr Treffer möglich.

Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr gab Trainer-Manager Lorenzet auch den Handballern, die sonst nicht so oft spielen, Einsatzzeit. Jannes Hertlein nutzte die Chance mit drei schönen Treffern vom Kreis. Er war es auch, der den Schlusspunkt zum 42:29 setzte. Insgesamt war der LTV-Angriff in der Schlussphase aber etwas anfälliger für Fehler, und Dean Christmann, der den überragenden Stecken zwischen den Pfosten ablöste, entschärfte auch weniger Bälle als sein Vorgänger. "Wir haben da weitergemacht, wo wir letztes Jahr aufgehört haben", sagte Lorenzet nach dem fünften Sieg in Folge. "Mit dem Tempospiel bin ich heute sehr zufrieden. Wir hätten es noch klarer gewinnen können, aber das ist Klagen auf hohem Niveau."

LTV Stecken, Christmann, Mundhenk - M. Schulz (11/4), Munkel (5/1), Kreckler (5/1), Rachow (5), Hansen (4), Novickis (3), L. Schulz (3), Hertlein (3), Feuchtmann (2), Menzlaff, Lange.

(RP)
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