Longhorns wollen gegen Hamburg die Revanche

American Football : Longhorns wollen die Revanche

Der Zweitligist scheiterte beim 26:36 nur am herausragenden US-Runningback der Huskies.

Bei den Langenfeld Longhorns steht das Thema „Belohnung“ derzeit weit oben auf der Agenda. Trotz guter Leistungen konnte der Football-Zweitligist ja bei den Hamburg Huskies (26:36) und bei den Rostock Griffins (17:29) nichts Zählbares mitnehmen. „Das ist natürlich bitter, wenn man sieben Stunden in den Norden fährt, dort blöd verliert und mit leeren Händen wieder nach Hause fährt. Aber solche Niederlagen muss man verdauen können. Und wenn man sieht, dass man mitspielen konnte und es knapp war, ist das natürlich motivierender, als müsste man feststellen, dass man gar keine Chance hatte“, sagt Langenfelds Wide Receiver Marcel Kirchner.

In Rostock führten die Longhorns kurz vor der Pause mit 17:3, ehe sie zweiten Durchgang durch viele kleine Fehler den Faden verloren – und am Ende das Spiel. Trotzdem war Headcoach Michael Hap zufrieden damit, wie seine Mannschaft mit den finanziell deutlich besser aufgestellten Rostockern mithielt: „Die Liga ist in diesem Jahr sehr stark und wir sind vom Finanziellen her eine kleine Mannschaft. Wir hatten letztlich nur drei Amerikaner dabei, haben aber mit unheimlich viel Herzblut gespielt und waren unter dem Strich gleichwertig.“

Die Spieler aus den Vereinigten Staaten dürften am Samstag (16 Uhr, Stadion Jahnstraße) gegen die Hamburg Huskies wieder eine zentrale Rolle einehmen. Im Duell der Hinrunde in Hamburg entschied Huskies-Runningback Ja Vontae Hence die Partie mit vier Touchdowns praktisch im Alleingang. Hap sieht eine Zwickmühle: „Es wird schwer, ihn aufzuhalten, weil ein Runningback seiner Klasse wirklich die kleinsten Lücken ausnutzt. Wenn du dich nur auf ihn konzentrierst, eröffnest du dem Gegner Chancen fürs Pass-Spiel.“

Dem Headcoach wird noch mehr als sonst eine Schlüsselrolle zufallen. Das erste Duell ist schließlich erst zwei Wochen alt und die Eindrücke aus dem Videostudium sind frisch. „Weil man so kurz hintereinander gegeneinander spielt, wird es auch ein Spiel Coach gegen Coach. Es wird unter anderem darum gehen, wer die besseren Erkenntnisse gezogen hat“, erklärt Hap.

Für Langenfeld könnte sprechen, dass jetzt die Hamburger (Vierter/2:2 Zähler) die lange Busfahrt in den Beinen haben werden. Schon am vergangenen Wochenende mussten die Huskies ins Rheinland reisen und verloren mit 13:14 bei den Solingen Paladins. „Wir wollen uns dafür belohnen, dass wir wirklich gut spielen und immer wieder gute Moral zeigen. Ich bin zuversichtlich“,erklärt Longhorns-Kapitän Michael Mendl. Langenfeld (Sechster/2:4 Punkte) sieht den Zeitpunkt gekommen, um den zweiten Saisonsieg einzufahren und vorerst das Thema Belohnung von ihrer Agenda streichen zu können.

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