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Longhorns verschaffen sich Luft im Abstiegskampf

American Football : Aufatmen: Longhorns verschaffen sich Luft im Abstiegskampf

Das 16:9 gegen die Berlin Adler stand am Ende noch auf der Kippe. Der Football-Zweitligist zeigte eine geschlossene und disziplinierte Teamleistung.

Dieser Sieg tat den Langenfeld Longhorns für den weiteren Saisonverlauf richtig gut. Nachdem die Mannschaft von Headcoach Michael Hap zuvor vier zum Teil sehr schmerzhafte Niederlagen hintereinander erlitten hatte, setzte sie sich im Kellerduell gegen die noch deutlich stärker gefährdeten Berlin Adler knapp mit 16:9 (13:9) durch. Ganz klar: Der hart erkämpfte Erfolg war ein großer Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt (noch fünf Spiele). „Es war sehr knapp und am Ende trotz des niedrigen Scores geiler Football. Für uns ist das ein sehr wichtiger Sieg“, sagte der erleichterte Longhorns-Kapitän Michael Mendl. Mendl war – wie einige seiner Teamkollegen – zur extrem bedeutungsvollen Partie gegen Berlin pünktlich fit geworden (nach einer langwierigen Fußverletzung) und sogar der eigentlich zurückgetretene Runningback Daniel Berg stellte sich noch einmal zur Verfügung, um das Laufspiel wieder anzukurbeln.

Im ersten Viertel dominierten die Defensivreihen und keiner der Kontrahenten schaffte es, gefährlich in die Nähe der gegnerischen Endzone zu kommen. Das änderte sich im zweiten Viertel: Hier war es (wie zuletzt nicht nur einmal) die Longhorns-Defensive, die für die dringend benötigten Zähler sorgte. Nico Naber eroberte das Spielgerät von Adler-Quarterback David Perkins und rannte die restlichen 20 fehlenden Yards zur Berliner Endzone – 7:0. Gleich im Gegenzug fanden die Gäste aus der Bundeshauptstadt allerdings zurück in die Partie, denn sie kamen durch ihren ersten Touchdown zum 6:7.

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Nach der Pause gerieten die Longhorns zwischenzeitlich in Rückstand, als die Adler ein Fieldgoal zum 10:7 verwandelten. Entscheidend für das Happy End: Die Hausherren fanden die richtige Antwort. Nach einem konsequent vorgetragenen Angriff über das ganze Feld erreichte Longhorns-Quarterback Jeremy Konzack mit einem kurzen Pass seinen Receiver Nnamdi Agude in der Berliner Endzone – 13:10.

Obwohl die Longhorns im letzten Viertel durch ein Fieldgoal von Marcel Kirchner die Führung auf 16:10 ausbauen konnten, blieb die Partie anschließend bis zum Schluss offen. 14 Sekunden vor dem Ende hatten es die Adler plötzlich bis kurz vor die Langenfelder Endzone geschafft und schickten sich an, das Duell durch einen Touchdown im letzten Moment doch auf den Kopf zu stellen. Den vierten Versuch der Berliner stoppte die Defense der Longhorns schließlich einen Yard vor der eigenen Endzone und rettete so nach einem Herzschlagfinale den bislang wertvollsten Sieg der Saison.

„Es war eine geschlossene und disziplinierte Mannschaftsleistung“, stellte Mendl fest. Bemerkenswert war nicht zuletzt das Comeback des Ex-Kapitäns Berg, der seit dieser Saison eigentlich „nur“ noch im Trainerteam der Langenfelder aktiv ist. Weil der gesperrte René Weile fehlte, mischte Berg jetzt wie in alten Zeiten auf der Runningbackposition mit und trug so seinen Teil zum Happy End bei.

In der Tabelle brachte der Erfolg den Longhorns einen Befreiungsschlag: Mit nun 6:12 Punkten sowie vier Zählern Vorsprung auf die Adler und die Paderborn Dolphins (2:16) sieht die Situation vor der fünfwöchigen Sommerpause deutlich entspannter aus. Zurücklehnen kann sich Langenfeld nicht, weil der Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga mit dem nächsten Schlüsselspiel weitergeht – am 12. August (15 Uhr) bei den Adlern. Im optimalen Fall kommen die Longhorns einen Schritt voran. Dann wäre Berlin eine Reise wert gewesen.