Longhorns stehen vor einer Mammut-Aufgabe

American Football : Longhorns stehen vor Mammut-Aufgabe

Der Football-Zweitligist gilt beim Tabellenzweiten Elmshorn Fighting Pirates als klarer Außenseiter.

Für Mason Montgomery steht am heutigen Samstag erst sein zweites Spiel im Trikot der Langenfeld Longhorns auf dem Programm. Der Neuzugang, der in der Sommerpause aus den USA ins Rheinland wechselte, bekommt es ab 15 Uhr in der Partie beim Tabellenzweiten Elmshorn Fighting Pirates direkt mit dem wohl größten Brocken in der 2. Football-Bundesliga Nord (GFL 2) zu tun, der Montgomery gleichzeitig an das Football-Niveau in seiner Heimat erinnern dürfte. Elmshorns Runningback Khairi Dickson ist bislang der überragende Akteur dieser Saison – was nicht zuletzt seine insgesamt 37 Touchdowns belegen.

„Dieser Runningback ist in dieser Liga mit Abstand der beste und er hat bislang allen Teams Kopfzerbrechen bereitet“, weiß auch Longhorns-Kapitän Michael Mendl. Wie Linebacker Montgomery wird auch der Defense Liner direkt gefordert sein beim Versuch, den Elmshorner Top-Spieler aufzuhalten. Im Duell der Hinrunde, das die Langenfelder vor heimischer Kulisse mit 27:41 verloren, gelang dasweniger gut. Dickson machte drei Touchdowns und schaffte mit jedem seiner gefürchteten Läufe im Schnitt zehn Yards.

Die Langenfelder können dem Elmshorner Runningback heute in Montgomery zwar einen starken Mittellinebacker entgegenstellen, doch ansonsten bereiten ihnen einige Ausfälle gerade in der Defense Line einige größere Sorgen. Mendl plädiert daher für die Flucht nach vorne: „Wir sollten mit der Offensive so lange wie möglich auf dem Feld bleiben und damit Elmshorn möglichst wenig Zeit und Gelegeneheit geben, selbst zu scoren.“

Im Angriffs setzen die Longhorns seit Kurzem ebenfalls auf einen zweiten US-Amerikaner: Neben Wide Receiver Nnamdi Agude, der bislang so etwas wie die Lebensversicherung der Mannschaft ist, wird Headcoach Michael Hap auf der Runningbackposition erneut Davonte Lynch aufbieten. Die Verpflichtung des von Lynch gelang durch seine Bekanntschaft zu Langenfelds viertem Amerikaner Cameron Fuller. Am letzten Wochenende in Berlin deutete Lynch mit zwei Touchdowns bereis an, dass er fürs Team in den ausstehenden vier Spielen noch sehr wertvoll werden könnte.

Ganz in Sicherheit ist der Zweitligist ja mit 8:12 Zählern noch nicht, obwohl er den Tabellenletzten Berlin Adler (2:18) durch den Erfolg am vergangenen Wochenende wohl abgehängt haben dürfte. Der Abstiegskampf bleibt weiter spannend, obwohl der Vorsprung auf die Paderborn Dolphins (4:18) zunächst recht komfortabel aussieht. Das könnte sich allerdings ändern, falls Paderborn jetzt in Berlin gewinnt. Theoretisch wäre dann sogar ein echtes Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt nicht ausgeschlossen. Am 9. September treten die Longhorns Anfang zum Abschluss bei den Ostwestfalen an.

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