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Longhorns sind wieder im Reise-Stress

American Football : Longhorns sind wieder im Reise-Stress

Nach der Partie bei den Hamburg Huskies tritt der Zweitligist jetzt bei den Rostock Griffins an.

Vielleicht hätten die Zweitliga-Footballer der Langenfeld Longhorns vor der Saison ein Kilometergeld aushandeln sollen. Denn nachdem es den Longhorns-Tross am vergangenen Wochenende fürs Spiel gegen die Huskies nach Hamburg verschlagen hatte, sind die Langenfelder nun noch ein bisschen weiter auf Tour. Vor dem Auftritt bei den Rostock Griffins (Sonntag, 15 Uhr) liegen knapp 600 Kilometer Asphalt vor der Mannschaft von Headcoach Michael Hap. Und als wäre die reine Distanz für die Footballer, die im Lauf der Woche alle einem normalen Beruf nachgehen, nicht Strapaze genug, kommt nun auch noch der Gesetzgeber ins Spiel.

Weil der Reisebus zur Erholung des Fahrers zwischen Hin- und Rückreise mindestens neun Stunden stehen muss, machen sich die Langenfelder sehr früh auf den Weg, um wenigstens nach dem Spiel direkt die Heimfahrt antreten zu können. Konkret bedeutet das: Treffen um halb drei Uhr nachts, Abfahrt um drei Uhr, im Bus noch etwas schlafen und nach der Ankunft in Rostock gegen Mittag bis zum Anstoß die restlichen fünf Stunden ausharren.

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„Das ist wirklich herausfordernd, sich da vernünftig vorzubereiten. Es ist wichtig, in dieser Zeit keinen Klassenfahrt-Charakter aufkommen zu lassen, sondern fokussiert zu bleiben“, erklärt Langenfelds Wide Receiver Marcel Kirchner. Headcoach Michael Hap ist aber gar nicht so unglücklich damit, dass zwei lange Auswärtsfahren gleich zu Saisonbeginn anstehen: „Die Spiele müssen wir so oder so absolvieren. Und dann mache ich das lieber am Anfang der Saison, wenn der Kader noch groß ist.“

Im Rostocker Leichtathletikstadion erwartet die Longhorns ein starker Gegner, der mit seinem 30:20 gegen die Troisdorf Jets zuletzt einen gelungenen Saison-Auftakt hinlegte. Die Rostocker, gespickt mit ausländischen Akteuren (auch aus den USA), wollen im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga mitmischen.

„Obwohl Rostock der Favorit ist, sehe ich für uns eine Chance, dort zu gewinnen“, sagt Longhorns-Headcoach Hap. Einen Mutmacher stellt dabei die Partie in Hamburg dar, in der die Longhorns bis kurz vor Schluss gut in der Partie waren und etwas unglücklich den Kürzeren zogen „Wir haben gegen einen der stärksten Gegner der Liga knapp verloren, aber gezeigt, was wir können. Zu sehen, dass ein Gegner, der sich als klarer Favorit positioniert hat, erhebliche Probleme mit uns hatte und das Spiel in die andere Richtung hätte kippen können, ist ein gutes Zeichen und das macht Mut. In Rostock ist absolut alles drin“, sagt Kirchner.

Er trifft an der Ostsee auf einen alten Weggefährten: Rostocks US-Cornerback Cam Fuller spielte 2018 noch für die Longhorns. Kirchner: „Er bewegt sich wirklich knapp unter NFL-Niveau. Aber wir wissen eben auch, wie wir ihn spielen müssen. Ich denke, dass wir mit ihm klarkommen werden.“