Lokalsport: Longhorns sind die Heimspiel-Könige

Lokalsport: Longhorns sind die Heimspiel-Könige

Der Football-Zweitligist tritt auch gegen Elmshorn zu Hause an - weil im Sommer der Rasen an der Jahnstraße ruhen soll.

Das dritte Saisonspiel in der 2. Football-Bundesliga ist für die Langenfeld Longhorns gleichzeitig das dritte Heimspiel. Nach den ersten beiden Auftritten gegen die Düsseldorf Panther (0:13) und die Rostock Griffins (35:17) werden die Langenfelder morgen (16 Uhr) gegen die Elmshorn Fighting Pirates und anschließend sogar am 2. Juni gegen die Paderborn Dolphins ebenfalls im heimischen Stadion an der Jahnstraße antreten. Grund dafür ist, dass die Stadt Langenfeld den Naturrasen in den Sommer-Schulferien sperrt, um ihm die Gelegenheit zur Regeneration zu verschaffen. Deshalb müssen die Longhorns ihre Heimspiele außerhalb dieses Zeitraums absolvieren.

Den Langenfeldern kommt neben der Heimrecht-Serie auch der Umstand entgegen, dass sie zwischen den Einsätzen bislang jeweils ein freies Wochenende hatten, um etwa vorhandene Blessuren auszukurieren. "Für uns ist das sicherlich ein Vorteil. Er hilft auf jeden Fall, zu Hause zu spielen. Dafür wird aber die Auswärtsserie, die dann logischerweise irgendwann kommt, heftig werden. Darum müssen wir jetzt möglichst viele Punkte mitnehmen", sagt Daniel Berg aus dem Trainer-Team des Zweitligisten. Aufgaben in der Fremde sind für die Footballer vor allem wegen der teilweise sehr langen Anfahrten eine besondere Herausforderung: So stehen in dieser Saison etwa Reisen nach Lübeck, Elmshorn, Rostock und Berlin auf dem Programm.

Mit dem Saisonstart sind die Longhorns bislang zufrieden und vor allen Dingen der klare Sieg über Rostock vor zwei Wochen hat der Mannschaft von Headcoach Michael Hap eine Menge Selbstvertrauen für die weitere Serie verschafft. Der kommende Gegner aus Elmshorn hatte es in dieser Saison ebenfalls schon mit den Griffins zu tun bekommen - und er verlor in Rostock knapp mit 32:35. Obwohl das Treffen mit den Fighting Pirates (momentan Zweiter/4:2 Punkte) kein Selbstläufer wird, sehen die Langenfelder eine gute Chance auf den zweiten Saisonsieg. "Wir werden in dieser Saison kein einziges einfaches Spiel haben, weil die Liga insgesamt sehr eng beieinander ist. Aber die Aufgabe gegen Elmshorn ist machbar", sagt Berg.

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Ihre Stärken besitzen die Norddeutschen vor allem in der Offensive, die bereits 132 Punkte produzieren konnte. Auf der anderen Seite präsentierte sich die Longhorns-Defensive bislang ebenfalls in bestechender Form. "Elmshorn hat einen sehr starken amerikanischen Runningback, der uns sicher Kopfschmerzen bereiten wird. Es wird darum gehen, ihn frühzeitig zu stoppen und insgesamt keine Geschenke zu machen. Die wird Elmshorn nämlich annehmen", glaubt Longhorns-Kapitän Michael Mendl. Im eigenen Angriff zeigten sich die Longhorns nach dem holprigen Start gegen Düsseldorf zuletzt bereits erkennbar verbessert - und sie könnten morgen durchaus noch einmal nachlegen.

Bei den Longhorns wird in Terry Gaitor auch der vierte US-amerikanische Spieler an Bord sein und damit für die Offensive weitere Möglichkeiten eröffnen. Durch seine starke Athletik kann Gaitor auf dem Platz sowohl Runningback als auch Pass-Empfänger sein. Mendl traut dem verspäteten Neuzugang sehr viel zu: "Er wird die Gegner vor neue Herausforderungen stellen."

(mroe)