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American Football: Longhorns setzen auf starken McClam

American Football : Longhorns setzen auf starken McClam

Der neue Quarterback des Football-Zweitligisten findet immer besser in sein Spiel – das macht Hoffnung gegen Rostock.

Was die Intensität anbelangt, haben die Footballer der Langenfeld Longhorns wieder einmal einen schweren Start in die Saison erwischt. Denn in der zweiten Football-Bundesliga (GFL2) musste neben dem Team von Headcoach Michael Hap bislang nur der Aufsteiger Troisdorf Jets ebenfalls an jedem Wochenende seit dem ersten Spieltag die Knochen hinhalten.

Währenddessen konnten es einige Mannschaften in den ersten Wochen der neuen Saison deutlich ruhiger angehen lassen. Beispielsweise musste der kommende Gegner Rostock Griffins bisher erst dreimal ran, während die Langenfelder inzwischen schon fünfmal auf dem Platz standen. In einem derart körperbetontem Sport wie American Football ist das natürlich ein Vorteil, auch wenn die Longhorns personell weiterhin einigermaßen gut aufgestellt sind. „Es sieht eigentlich ganz gut aus. Einige Spieler kommen nach Verletzungen zurück, darunter auch einige wichtige Akteure. Wir sind personell gut aufgestellt“, erklärt Langenfelds Wide Receiver Marcel Kirchner.

Das Kräftemessen mit Rostock ist für die Longhorns indes nichts Neues, schließlich wurde das Hinspiel bei den Griffins schon Anfang Mai ausgetragen – damals, beim 17:29, mit dem schlechteren Ende für die Rheinländer. Doch während die Hansestädter auch beim Gastspiel in Langenfeld mit einer Reihe ausländischer Top-Athlethen antreten werden, haben sich die Vorzeichen geändert. Das liegt vor allem daran, dass die Longhorns bei den jüngsten beiden Siegen gegen die Hamburg Huskies (35:34) und bei den Hannover Spartans (62:29) einen großer Schritt nach vorne machten, gerade, was das Angriffsspiel angeht. „Vor allem unser Quarterback wird immer besser, mit dem werden die Rostocker am Wochenende noch viel mehr Probleme bekommen als im Hinspiel. Er ist inzwischen viel besser in unserem System drin, ist viel ruhiger und wir sind insgesamt besser abgestimmt. Da wird sich Rostock warm anziehen dürfen“, erklärt Kirchner.

Tatsächlich dürfte auch am Samstag gegen die Griffins (16 Uhr, Jahnstadion) wieder vieles am Langenfelder Quarterback Jarvis McClam hängen. Schon in den ersten Partien hatte der US-Amerikaner seine großen Qualitäten aufblitzen lassen, doch bei den jüngsten Longhorns-Erfolgen avancierte er fast regelhaft zum Matchwinner. So gab der Spielmacher in Hannover vier Pässe zum Touchdown und rannte selbst dreimal in die Endzone.

Während die Longhorns also mit verstärktem Selbstvertrauen in das Rückspiel gegen Rostock gehen, fehlt den Griffins im Vergleich zum Hinspiel ein echter Schlüsselspieler. Defensivspieler Cameron Fuller, der in der Vorsaison noch für die Langenfelder aktiv war, hat seinen neuen Verein nach kurzer Zeit wieder verlassen und wird im Jahnstadion nicht mehr auflaufen. „Meiner Meinung nach ist er einer der stärksten Defensivspieler der Liga. Das ist für Rostock ein herber Verlust“, meint Kirchner.

Nach der Partie gegen die Griffins bekommen die Langenfelder übrigens erstmals die Chance zum Durchatmen, da die nächste Partie beim Spitzenreiter Elmshorn Fighting Pirates erst Mitte Juni ansteht.