Football: Longhorns: Im Morgengrauen nach Norden

Football : Longhorns: Im Morgengrauen nach Norden

Der Football-Zweitligist muss Samstag in Hamburg antreten – es wird eine lange Busfahrt.

Wenn man sich den kommenden Gegner anschaut, dann war das erste Saisonspiel der Langenfeld Longhorns in der 2. Football-Bundesliga (GFL2) am vergangenen Wochenende nur ein Aufgalopp. Denn nach dem 24:12-Auftaktsieg zu Hause gegen den Aufsteiger Troisdorf Jets müssen die Langenfelder nun zum Bundesliga-Absteiger Hamburg Huskies.

Dabei diente der Erfolg am vergangenen Samstag den Longhorns als gute Standortbestimmung, denn obwohl sich das Team um Headcoach Michael Hap auf einigen Positionen verstärkt hatte, gab es auch noch einige Baustellen, sodass nicht ganz klar war, wo Langenfeld zum Saisonstart steht. „Der Sieg war wichtig und tut gerade zum Auftakt richtig gut“, sagt Longhorns-Receiver Marcel Kirchner.

Während die Defensive nach einigen Minuten richtig gut drin war in der Partie und die Troisdofer Angriffsbemühungen oft schon im Keim erstickte, war bei der Langenfelder Offense noch ein wenig Sand im Getriebe. Dabei standen sich die Longhorns durch viele kleine Unkonzentriertheiten meist selbst im Weg. „In der Offensive müssen wir noch ein wenig zueinander finden, was aber zu so einem frühen Zeitpunkt in der Saison völlig normal ist, gerade auch weil wir unseren Quarterback erst so kurzfristig reingebracht haben“, sagt Kirchner.

Dass die Abstimmung zwischen dem neuen US-amerikanischen Spielmacher Jarvis McClam, der gegen Troisdorf schon zwei Touchdowns erzielte, und seiner Offensive sich rasch einspielen wird, daran zweifelt niemand bei den Longhorns.

Ob es am kommenden Samstag bereits für einen Sieg in Hamburg reichen wird, ist fraglich. Denn auch wenn die Langenfelder durch den Sieg gegen die Jets Selbstvertrauen getankt haben, werfen die Huskies die Erfahrung von zuletzt vier Saisons in der GFL1 in die Waagschale. „Hamburg hat in den letzten Jahren immer gegen die besten Mannschaften gespielt, die es in Deutschland und vielleicht sogar in Europa gibt, und müssen sich dadurch schon zu den Favoriten zählen. Wir fühlen uns in der Außenseiterrolle allerdings immer recht wohl, weil es sich daraus leicht spielen lässt. Und auch wir haben sehr gute Spieler in unseren Reihen. Wenn wir unser Potenzial auf den Platz bekommen, dann wird auch Hamburg sich umgucken“, zeigt sich Kirchner kämpferisch.

Die Anreise in die Hansestadt wird dabei ein echter Kraftakt: Noch vor Sonnenaufgang werden sich die Longhorns am Samstagmorgen in den Bus begeben. „Vor dem Spiel ist es wichtig, im Bus noch etwas zu schlafen, damit man für das Spiel fit ist. In den Pausen absolvieren wir dann ein bisschen Stretching und bewegen uns ein wenig. In den letzten Jahren haben wir das immer ganz gut hinbekommen. Jetzt haben wir einige Neue, die diese langen Auswärtsfahrten so noch nicht kennen. Da sind dann wir als Kapitäne gefragt, ihnen Hilfestellungen zu geben, wie man sich am besten für das Spiel präpariert“, erzählt Kirchner.

Die Rückfahrt nach dem Spiel gestaltet sich erfahrungsgemäß etwas gelöster mit Musik und Kaltgetränken und auch Akteure aus verschiedenen Mannschaftsteilen, die sonst nicht so viel miteinander zu tun haben, kommen ins Gespräch. Kirchner: „Diese Fahrten sind dann immer auch kleine Teambuilding-Maßnahmen.“

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