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Fußball: Lichtblick: TuSpo hat wieder einen Trainer

Fußball : Lichtblick: TuSpo hat wieder einen Trainer

Der frühere Fußball-Bezirksligist gibt nach seinem Rückzug im September 2014 ein erstes sportliches Lebenszeichen von sich. Der Ur-Richrather Daniel Honnef soll den Neu-Aufbau für die kommende Saison in der Kreisliga organisieren.

Vom ehemaligen Fußball-Bezirksligisten TuSpo Richrath war in der jüngsten Vergangenheit nur wenig zu hören. Kein Wunder. Schließlich zog der kriselnde Klub seine Mannschaft angesichts der fehlenden Konkurrenzfähigkeit bereits nach vier Spieltagen in der laufenden Saison aus der Bezirksliga zurück. Seitdem bereiten sich die an Bord gebliebenen Verantwortlichen hinter den Kulissen wieder einmal auf einen Neuanfang vor. Für dieses Unternehmen ist nun der neue Trainer klar. Daniel Honnef soll den Richrather Sturz ins sportliche Niemandsland stoppen.

Der neue Coach ist ein alter Bekannter am Schlangenberg. Honnef verbrachte seine komplette Jugendzeit im TuSpo, der für ihn eine "Herzensangelegenheit" ist. "Mein Opa war schon Zeugwart in Richrath. Hier komme ich her. Das hat bei meiner Entscheidung natürlich eine maßgebliche Rolle gespielt", sagt der 31 Jahre alte Coach. Für ihn schließt sich bei seinem Heimatverein ein Kreis. Wie viel Freude er im Endeffekt an seiner neuen Aufgabe wirklich haben wird, muss sich in der kommenden Saison in der Kreisliga A zeigen. Einfach wird das Unternehmen sicher nicht.

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In der achten Klasse möchte sich der Verein wieder stabilisieren. "Daniel Honnefs Aufgabe ist es ganz klar, irgendwie die Klasse zu halten. Danach irgendwann wollen wir wieder etwas mehr nach oben blicken", erklärt der 1. Vorsitzende Rainer Broichgans, der bereits seit dem vergangenen Oktober an "Wunschtrainer" Honnef dran war. Unter Dach und Fach brachte den Vertrag letztlich der Sportliche Leiter Uwe Gehlhaar, der sich nun auch gemeinsam mit Honnef auf Spielersuche begeben wird.

Die Wunschvorstellung des Neuen ist klar: Jung sollen die Richra-ther sein. "Wir werden im Kader kaum Spieler haben, die älter als 24 Jahre sind", prognostiziert der künftige Trainer, der sich in der Branche der Nachwuchs-Fußballer bestens auskennt. Honnef war unter anderem mehrere Jahre bei der A-Jugend des SSV Berghausen tätig, wo er mehrere Spieler an die Senioren heranführte. "Ich kenne noch einige meiner ehemaligen Spieler sehr gut. Auch sie werden wir nun natürlich ansprechen und ihnen unser Projekt vorstellen", sagt Honnef.

Der Coach ist optimistisch, was seinen Kader und die Zukunft angeht - obwohl bisher kein Name feststeht. "Nach Karneval werden wir sicher die ersten Spieler präsentieren können", glaubt Honnef. Sein Ziel für die kommende Saison formuliert er ohnehin etwas offensiver als sein Chef Broichgans, der "nur" den Klassenerhalt fordert. Das reicht Honnef nicht: "Ich möchte auf einen einstelligen Tabellenplatz kommen. Alles, was besser ist, wäre eine Zugabe." Angesichts des Richrather Absturzes in den vergangenen Jahren wirkt die Ansage nicht gerade ängstlich.

Vielleicht wird die kommende Saison aber tatsächlich der Aufbruch in bessere Zeiten. Rainer Broichgans, der zurzeit noch immer tief im Wiederaufbau einer vernünftigen Vereinsverwaltung steckt, ist zumindest positiv gestimmt. "Wir sind voll im Zeitplan. Es kommt langsam alles wieder in gesicherte Bahnen", betont der Richrather Vereins-Chef. Nichtsdestotrotz liegt weiter sehr viel Arbeit vor ihm. Gespräche mit potenziellen Sponsoren sind beispielsweise ohne eine Mannschaft in der Hinterhand weiterhin unmöglich. Ende dieses Monats sollen erste Verhandlungen in diese Richtung starten. Dann ist von den Richrathern vermutlich auch wieder etwas mehr zu hören.

(mol-)