Fußball: Lesniaks Einstand mit drei Punkten

Fußball : Lesniaks Einstand mit drei Punkten

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath hatte sich in der vergangenen Woche von der Verpflichtung des Ex-Profis Marek Lesniak als Trainer einen Schub erhofft. Ob sich der Effekt auf Dauer tatsächlich einstellt, muss sich erst zeigen – aber zumindest das Glück ist mit Lesniak zum Schlangenberg zurückgekehrt. Gestern sicherten sich die Richrather beim Rheydter SV nach abwechslungsreichen 90 Minuten einen 2:1 (1:1)-Sieg, der für die nächsten Wochen und den weiteren Kampf um mehr Sicherheit sehr wertvoll ist. Durch den dreifachen Punktgewinn zog Richrath schon mal am HSV Langenfeld vorbei und liegt jetzt auf Rang 13, der am Ende der Saison der erste Nicht-Abstiegsplatz sein soll.

Turbulente Szenen brachten vor allen Dingen die letzten acht Minuten vor der Pause. Nachdem die Gäste durch Jens Weidenmüller das 1:0 vorgelegt hatten, kam Rheydt auf dem für Richrath ungewohnten Naturrasen zum 1:1 (43./Saimir Coraj). Nur 60 Sekunden später wollte Rheydts Sprecher Dirk Staubesand übers Mikrofon schon das 2:1 (44.) durch Paul Pötzsch ansagen, ehe ihn die Unparteiischen ausbremsten – weil sie das Tor der Hausherren nicht gaben. "Da war ein Loch im Netz", meinte Staubesand, "und der Treffer zweifellos einwandfrei."

Der neue TuSpo-Coach Lesniak wollte sich eher mit der Leistung der eigenen Mannschaft beschäftigen, die nach der Pause noch einmal durchatmen musste – als die Hausherren erneut dicht vor dem zweiten Treffer standen. Als dann Aydin Türksoy auf der anderen Seite das von Rheydts Keeper Christoph Kampe begünstigte 2:1 (67.) für die Gäste gelang, neigte sich die Waage endgültig. Die Hausherren gingen nun immer mehr Risiko und TuSpo konnte nach Belieben kontern. Dabei gab es einige erstklassige Torgelegenheiten, die Richrath nicht entsprechend nutzte.

Bereitschaft zum Risiko

"Es war eine schwere Geburt", räumte Lesniak ein, "spielerisch war noch nicht alles optimal, aber Kampf und Engagement waren dafür eins plus. Ich bin sehr zufrieden und jetzt können wir im Training weiter miteinander arbeiten." Weil seine Elf mit zwei echten Stürmern antrat (Türksoy, Dennis Lichtenwimmer), ist vielleicht auch die Bereitschaft zu mehr Risiko zurückgekehrt – und nicht nur das Glück.

(RP)