Fußball: Lesniak kann mit Richrath durchatmen

Fußball : Lesniak kann mit Richrath durchatmen

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath schien das Spiel mit dem Feuer zu lieben – weil er sich gegen den Vogelheimer SV nach rund einer Stunde aus der Partie zu verabschieden schien.

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath schien das Spiel mit dem Feuer zu lieben — weil er sich gegen den Vogelheimer SV nach rund einer Stunde aus der Partie zu verabschieden schien.

Was ein stärkerer Kontrahent wohl ausgenutzt hätte, überstand die Elf um Trainer Marek Lesniak unbeschadet. Und am Ende stand ein 4:0 (2:0)-Sieg zu Buche, der die Richrather nach zuvor fünf Spielen in Folge ohne einen Dreier erst mal durchatmen lässt (acht Punkte/neunter Platz). Auch TuSpo-Trainer Marek Lesniak wirkte vor allem erleichtert: "Es war unheimlich wichtig, dass wir heute gewonnen haben. Der Rest ist im Moment zweitrangig."

TuSpo begann in kämpferischer Hinsicht deutlich verbessert und war auf jeden Fall bereit, den Katastrophen-Auftritt vom vergangenen Wochenende (0:2-Pleite beim SV Essen-Burgaltendorf) auszubügeln. Der Plan ging über weite Strecken auf, weil Teile aus dem Taktik-Puzzle der Hausherren ganz ordentlich funktionierten. Kapitän Jens Hülsen, Philip Lehnert und der nach einer Knieverletzung ins Team zurückgekehrte Wojciech Lesniak griffen im Zentrum beherzt durch. "Wir haben fast nichts zugelassen", stellte Marek Lesniak zufrieden fest. Tatsache: Die Gäste gaben vor der Pause nicht einen einzigen Schuss auf den Kasten des sicheren TuSpo-Keepers Jan Conradi ab.

Auf der anderen Seite hätte Tobias Ockenfels schon in der dritten Minute treffen müssen, vergab jedoch aus nächster Nähe kläglich. Das 1:0 (25./Distanzschuss) durch Dominik Kepper war eine Einzelaktion, während die Hausherren kurz darauf sehenswert kombinierten und dafür belohnt wurden. Azzedine Boulahrouz gab den Ball nach einem Angriff über die rechte Seite überlegt nach innen — wo Mehmet Sezer ohne größere Mühe zum 2:0 vollenden konnte (31.).

Reichlichst Unordnung

Innenverteidiger Ockenfels hatte im zweiten Abschnitt noch zwei starke Offensiv-Aktionen, ehe die Hausherren komplett aus der Spur gerieten, die Initiative fast vollständig den Essenern überließen — und mehrmals überraschend krass unter Druck gerieten. Dass Richrath die chaotische Phase unbeschadet überstand, war fast ein Kunststück und unter anderem auf fehlende Mittel der Gäste zurückzuführen. Auf den letzten Drücker brachten zwei Treffer von Necati Ergül gegen weiter aufgerückte Vogelheimer sogar das 3:0 (88.) und 4:0 (90.).

(RP/url)
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