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Lokalsport: Lauf in Südafrika begeistert drei Monheimer

Lokalsport : Lauf in Südafrika begeistert drei Monheimer

Katja Wedde, Andreas Jago und Wolfgang Vogt finden den "Two Oceans Marathon" überwältigend.

Der "Two Oceans Marahon" in Kapstadt an der Südspitze von Afrika hat sich seit einer Premiere 1970 zu einer der größten Lauf-Veranstaltungen des Kontinents entwickelt - damals waren nur 26 Teilnehmer dabei, die das Ganze eher als Vorbereitung auf den 89 Kilometer langen "Comrades Marathon" sahen. Und nicht-weiße Läufer waren erst ab 1975 zugelassen. Entwickelt hat sich aus allem ein (Ultra-) Marathon über 56 Kilometer, bei dem mehr als 11 000 Läufer an den Start gehen - um die anspruchsvolle Strecke zu bewältigen und sich durch spektakuläre Ausblicke zu belohnen.

Zum Abschluss einer zweiwöchigen Rundreise stellten sich morgens um 6.30 Uhr auch drei Leichtathleten der SG Monheim (SGM) an die Startlinie: Katja Wedde, Andreas Jago und Wolfgang Vogt. "Wir waren trotz des reichlichen Genusses der südafrikanischen Küche und der zahlreichen Weinproben in den Winelands voller Euphorie und Begeisterung - oder gerade deswegen", erzählt Jago. Alleine die Dunkelheit am Morgen sorgte für eine tolle Stimmung. Außerdem sangen einheimische Sportler die mehrsprachige Nationalhymne von Südafrika - und dann nahezu alle Läufer das bekannte südafrikanische Lied "Shosholoza".

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Auf den ersten flachen Kilometern ließen sich viele Läufer von der Ephorie zu einem hohen Tempo verleiten - was sich später mit gut 600 Höhenmetern bergauf und etwa 550 Höhenmetern bergab bitter bemerkbar machen sollte. Das spektakulärste Teilstück führte nach dem Blick auf den endlos scheinenden Sandstrand hinauf zum Chapman's Peak, wo sich nach einer Fünf-Kilometer-Steigung mit 180 Höhenmetern bei Kilometer 33 eine atemberaubende Aussicht auf die Hout Bay mit Hafen und Sandstrand bot. Anschließend ging es bei starkem Gegenwind bergab in den Ort Hout Bay - wo die Marathonmarke lag.

Wolfgang Vogt passierte die Station nach 3:42 Stunden, Andreas Jago nach 3:25 Stunden - starke Zeiten. Der härteste Anstieg stand ihnen jedoch erst bevor - ab Kilometer 44 bei den vier Kilometern bergauf mit mehr als 200 Höhenmetern bis zum Constantia Creek. Der Rest (bergab, viel Schatten) entschädigte jedoch für die Strapazen. Andreas Jago und seine Mitstreiter waren begeistert: "Der Zieleinlauf auf dem Rugbyfield der Cape Town University am Fuße des Tafelberges ist gigantisch. Die vollbesetzten Tribünen und die Anfeuerung der Zuschauer lassen jeden ins Ziel schweben."

Katja Wedde lag mit 6:40 Stunden (Marathon 4:54) als 7059. des Feldes fast eine Stunde über ihrer Bestzeit, hatte damit aber kein Problem - weil auch für sie bei einem Ultramarathon Spaß und Freunde zählen. Wolfgang Vogt blieb nach 42,2 Kilometern zunächst stehen, konnte jedoch seinen Körper davon überzeugen, auch die restlichen 14 Kilometer in Angriff zu nehmen. Nach 5:17 Stunden und Platz 1782 in der Gesamtwertung nahm er glücklich seine Finisher-Medaille in Empfang . Andreas Jago konnte sein Durchschnittstempo von 4:56 Minuten pro Kilometer bis zum Schluss halten und war nach 4:36 Stunden als 583. der Gesamtwertung im Ziel - das von den 11680 gemeldeten Läufern nur 9109 innerhalb des Zeitlimits von sieben Stunden erreichten.

(RP)