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Langenfelds Zweite muss wieder leiden

Handball : Langenfelds Zweite muss wieder leiden

Der Oberligist hatte bei der 21:25-Niederlage in Solingen zu wenig gesundes Personal und zu wenig Durchschlagskraft.

Am Ende blieb irgendwie das Gefühl, dass wohl mehr drin gewesen wäre. Und bis zum 7:7 in der 21. Minute hielt der Handball-Oberligist SG Langenfeld II (SGL) im Nachholspiel beim Bergischen HC II auch auf Augenhöhe mit. Ein Durchhänger kurz vor der Pause und der unglücklich verlaufene Start in die zweite Halbzeit machten aus dem ausgeglichenen Duell aber ein permanentes Hinterher-Rennen. Und bei der Schluss-Sirene stand eine 21:25 (10:13)-Niederlage auf der Anzeigetafel, die den Blick nach unten schärft – und Trainer Alexander Klimke nicht beunruhigt. „Wir hatten heute zu wenig Durchschlagskraft“, stellte er treffend fest, „wir mussten für unsere Tore immer sehr viel Aufwand treiben. Aber wir haben alles selbst in der Hand.“ Mit 13:21 Punkten und Rang zwölf liegt der Klassen-Neuling auch weiter im Zielkorridor, denn von Anfang an ging es nur um den Klassenerhalt.

Der Spielberichtsbogen war zwar gut gefüllt, doch ein paar Langenfelder waren stark angeschlagen – unter anderem Kreisläufer Andreas Nelte und Rückraumspieler Steffen Hambrock, die es wenigstens versuchen wollten und sogar in der Startformation standen. Gar nicht zur Verfügung stand Linkshänder Tobias Kolletzko, sodass aus der zweiten Reihe einiges an Wurfkraft fehlte. „Ich will das nicht als Ausrede nehmen“, fand Klimke, dessen Mannschaft das Beste aus der schwierigen Lage zu machen versuchte. Das gelang zunächst defensiv mit der kurzen Deckung gegen Solingens Ivo Santos ganz gut, ehe der Abwehr ein anderer Spieler der Gastgeber immer wieder erwischte: Fabian Neher erzielte vom 5:5 (17.) bis zum 8:7 (23.) alle vier Treffer für die Zweite des Bundesligisten.

Beim 11:17 (38.) und 12:18 (39.) sprach nicht mehr viel für Langenfeld, das sich aber unter anderem dank einer sehr offensiven Abwehr zurückkämpfte – 14:18 (41.), 16:19 (45.), 17:20 (48.). Für eine Wende reichte es allerdings nicht mehr und spätestens nach der Roten Karte gegen Max Guggenmos war die personelle Decke noch dünner. Der Rechtsaußen, der zuvor sechs Siebenmeter verwandelt hatte, trat natürlich beim Stande von 17:22 (53.) zum siebten wieder Versuch an. Unglücklich: Dabei schoss er den BHC-Keeper an – und die Unparteiischen, die einen Kopftreffer gesehen hatten, schickten Guggenmos vom Platz.

Beim Blick voraus bleibt Klimke zuversichtlich: „Wenn wir vollzählig sind, haben wir auf jeden Fall das Potenzial für die Oberliga.“ Das zeigte die SGL-Zweite kürzlich etwa beim 27:21 über den Vierten LTV Wuppertal und phasenweise beim Zweiten HG Remscheid, als fast 40 Minuten lang (16:17) alles offen war. Zusammen mit dem 21:25 in Solingen war das 23:27 in Remscheid zum dritten Mal in dieser Saison die zweite Niederlage hintereinander. Erstaunlich: Eine Mini-Serie von zwei Siegen in Folge fehlt bisher. Vermutlich hätte niemand etwas dagegen, wenn sich das mit dem wichtigen Heimspiel am 9. März (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den Drittletzten SV Neukirchen zu ändern beginnt.

SGL II: Jahn, Köhler-Prediger – Schulz (2), Voss, Guggenmos (9/6), Schösser, van Münster, Hambrock (1), Becker (2), Schlossmacher, Majeres (2), Raschke (3), Nelte (2).