Langenfelds Handballer liegen voll im Soll

Langenfeld : Langenfeld liegt voll im Soll

Trainer Markus Becker ist mit Teil eins der Vorbereitung auf die Regionalliga und der Intergration der neuen Spieler zufrieden.

Die vergangene Saison scheint bereits eine halbe Ewigkeit zurückzuliegen und die Handballer der SG Langenfeld (SGL) haben auch nicht mehr vor, sich lange am Abstieg aus der 3. Liga abzuarbeiten. Das Thema ist durch – bis vielleicht eines Tages doch der nächste Angriff zum (Wieder-) Aufstieg auf die Tagesordnung kommt. Derzeit sieht es eher danach aus, dass Langenfeld seine ganze Energie in die nächste Saison in der Regionalliga Nordrhein steckt. In dieser Woche beendete das Team von Trainer Markus Becker die erste Phase der Vorbereitung, auf die ab dem 22. Juli der zweite Teil folgt. Dann bleiben knapp acht Wochen, bis am 14. September um 19.30 Uhr beim TV Aldekerk der Startschuss für die Meisterschaft 2019/2020 fällt.

Becker ist auf der einen Seite mit den Dingen sehr zufrieden – und warnt auf der anderen unablässig vor zu hohen Erwartungen.„Wir wollen eine extrem geschlossene Einheit bilden“, betont der SGL-Coach. Zum ersten Mal in Langenfeld: Jascha Schmidt (Tor/SG Ratingen), Matis Pötsch (TuS 82 Opladen), Sebastian Pagel (LTV Wuppertal), Tim Rahmann (SG Ollheim-Straßfeld), Christian Pagel (Bergischer HC II) und Ole Völker (SG Ratingen). Der 23 Jahre alte Rückraum-Allrounder war für Becker bei der Verpflichtung vor knapp zwei Monaten bereits „das fehlende Puzzlestück, um noch flexibler im Angriff zu agieren“. Insgesamt geht er nach den Eindrücken in Teil eins der Vorbereitung mit dem Schwerpunkt auf Ausdauer und Kondition mehr denn je davon aus, dass die Neuen das Team weiterbringen.

Vor allem eine Groß-Baustelle konnte die SGL bearbeiten. „Wir haben jetzt sieben Rückraumspieler“, sagt Langenfelds Trainer, der in der vergangenen Serie aufgrund einiger Verletzungen oft improvisieren musste. Demnächst baut er etwa auf drei Spieler, die in der Rückraum-Mitte die Fäden ziehen können. André Eich, mit 31 Jahren der erfahrenste Regisseur, hat Teil eins der Vorbereitung urlaubsbedingt verpasst, absolviert jetzt aber Sonderschichten. André Boelken hat wegen eines Kreuzbandrisses große Teile der vergangenen Saison verpasst, wird aber wohl Anfang August wieder voll einsteigen. Bei Christian Pagel, der ebenfalls einen Kreuzbandriss hinter sich hat, könnte es bis zum Start in die Meisterschaft eine Punktlandung werden.

Mit einer Prognose hält sich Langenfeld lieber zurück. Ein Grund: Das umgebaute und junge Team muss auf dem Feld erst zusammenwachsen. Soll heißen: Es braucht Zeit, bis die Abläufe sitzen und alle Details passen. Becker sieht in der SG Ratingen einen klaren Favoriten auf den Titel und insgesamt etwa sechs Teams, die sich um die vorderen Plätze bewerben. Eins davon soll die SGL sein, auf die ein spannendes Auftakt-Programm wartet.

Über die Aufgabe beim TV Aldekerk (14. September/zuletzt Achter) geht es gegen den Vorjahresdritten TuSEM Essen II (21. September) und zum Vizemeister Ratingen (28. September). Es folgen die Aachener Wochen gegen den BTB Aachen (5. Oktober) und den HC Weiden (12. Oktober), bevor die Liga wegen der Herbst-Schulferien pausiert. Anschließend geht es spannend weiter, denn am 3. November tritt die SGL beim Meister MTV Rheinwacht Dinslaken an (in der Qualifikation zur 3. Liga gescheitert) und 9. November erwartet sie den Vorjahresvierten TuS 82 Opladen zum Derby. Wer das alles vernünftig bewältigen will, kann sich gar nicht mehr lange am Abstieg abarbeiten.

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