Volleyball: Langenfeld zeigt Schlusslicht die Grenzen auf

Volleyball: Langenfeld zeigt Schlusslicht die Grenzen auf

Die SGL-Volleyballerinnen beenden ihre Negativserie mit einem 3:1-Erfolg. Spielerinnen aus der zweiten Reihe nutzen ihre Chance.

Es liegen turbulente Tage hinter den Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL). Nach vier Niederlagen in Folge und dem schmerzhaften 0:3 gegen den SC Union Lüdinghausen hielt Trainer Michael Wernitz unter der Woche erneut eine leidenschaftliche Ansprache, in der er das Team wachrüttelte. Obwohl in der Einheit am Mittwoch nur neun Spielerinnen zur Verfügung standen, wurde intensiv an der Blockarbeit gefeilt. Der Aufwand hat sich gelohnt, denn jetzt gelang beim Schlusslicht TV Gladbeck II ein 3:1 (25:15, 19:25, 25:20, 25:16).

Dabei mussten die Langenfelderinnen erneut mit einer dezimierten Mannschaft antreten, denn Spielführerin Diana Kiss und Jessica Eisler fehlten krankheitsbedingt im Außenangriff. Überdies musste Mittelblockerin Svenja Tillmann aus demselben Grund passen. "Jetzt lag die Verantwortung auf den Schultern jener Spielerinnen, die sonst eher nicht im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Ich freue mich, dass wir das Problem als Einheit gelöst haben", urteilte Wernitz.

Durch ihr konzentriertes Spiel erarbeitete sich die SGL im ersten Satz eine knappe 8:6-Führung, bevor Sarah Brust eine Aufschlagserie schaffte (13:7). Beim Stand von 18:12 brachte auch Jana Nahrstedt gefährliche Aufschläge hervor (24:13, 25:15). "Die Gladbeckerinnen waren aber stärker als im Hinspiel, weil sie von ihrem Trainer sehr gut eingestellt wurden", lobte Wernitz.

Im zweiten Abschnitt lieferten sich die beiden Kontrahenten zunächst ein ausgeglichenes Duell (10:10), doch dann unterliefen der Langenfelder Mannschaft vier Annahmefehler (10:14). Vor allem Brust, Tina Steinacker und Lara Dietrich streuten während des gesamten Satzes immer wieder erhebliche Fehler ein, daher konnten die Zuspielerinnen Carina Zandt und Vivian Brauns keinen strukturierten Spielaufbau machen. Überdies wurden die Gäste auch im Aufschlag und Angriff schwächer (16:19, 17:22, 19:25).

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Im dritten Durchgang befolgten die Langenfelderinnen wieder gut die Vorgaben ihres Trainers. So griffen sie nicht über außen an, weil Gladbeck dort hervorragend besetzt ist. Stattdessen war die SGL über die Mitte und die Diagonale aktiv (9:7, 15:12, 22:19). Sowohl Felicitas Christ und Silke Althaus über die Mitte als auch Jana Nahrstedt und Vivian Tänzler über die Diagonale setzten immer wieder Akzente (25:20). Wernitz erklärte: "Der zweite Satz war nur ein Schönheitsfehler und jetzt hatte Gladbeck keinen Mut mehr."

Der vierte Abschnitt war anfangs ebenfalls offen (9:9), bevor Christ gefährliche Aufschläge setzte (17:11, 18:12, 25:16). "Grundsätzlich war es ein verdienter und ungefährdeter Sieg. In der Mannschaft ist dadurch wieder eine neue Freude ausgebrochen", stellte der SGL-Coach fest, dessen Team mit 24 Punkten den vierten Platz belegt. Am Samstag (19 Uhr, Halle Hinter den Gärten) steht die sehr schwierige Aufgabe gegen den Spitzenreiter USC Münster II (42 Punkte) auf dem Programm.

SGL: Althaus, Brauns, Brust, Christ, Dietrich, Steinacker, Lakicevic, Tänzler, Zandt, Brauns.

(fas)