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Handball: Langenfeld sucht den Sinn für die Saison

Handball : Langenfeld sucht den Sinn für die Saison

Handball-Oberligist will weiter eine gute Rolle spielen und auch bei den Panthern bestehen. Die zweite Mannschaft soll aufsteigen.

Im ersten Viertel der Saison hat der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) bereits die Antwort auf ein paar Fragen bekommen. Wichtigste Erkenntnis: Das Team um den neuen Trainer Leszek Hoft ist gut genug, um nicht in Gefahr zu geraten — aber in der aktuellen Besetzung offensichtlich nicht gut genug, um die Top-Teams richtig aus der Bahn zu werfen. Deshalb gingen die Spiele gegen den TV Aldekerk (31:34) und die SG Ratingen 2011 (29:34) am Ende auch verloren. Vor der schwierigen Aufgabe morgen Abend (17.30 Uhr) beim Fünften HSG Bergische Panther stellt sich Langenfeld deshalb die Frage, wo für den Rest der Serie der eigene Schwerpunkt liegen sollte.

Abteilungsleiter Klaus Majeres als Verantwortlicher für alles, was hinter den Kulissen passiert, nimmt jedenfalls keinen Zentimeter aus seiner alten Einschätzung zurück. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir immer noch einen Spitzenplatz schaffen können. Wir werden oben dranbleiben. Bald kehrt auch der lange verletzte Dawid Rosiak zurück. Dann sind wir breiter aufgestellt", meint Majeres. Im Umkehrschluss wäre für ihn nichts bedauerlicher als Mittelmaß.

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Richtigen Widerspruch erntet er hier bei seinem Trainer Hoft natürlich nicht. "Unser Ziel ist es weiter, unter den ersten fünf zu bleiben. Davon rücken wir auch nicht ab. Der fünfte Platz wäre gut und der vierte noch besser." Allein dieser Plan steht jedoch Woche für Woche auf dem Prüfstand — und bei den Panthern braucht die SGL erst recht kein Entgegenkommen zu erwarten. Die beiden Duelle aus der vergangenen Serie belegen, dass Spiele zwischen Langenfeld und den Panthern wohl immer was Besonderes sind. Am 24. November 2012 verlor die SGL im Bergischen nach einer klaren Führung noch mit 22:23, ehe die Panther im denkwürdigen Rückrunden-Duell am 6. April 2013 für einen Eklat sorgten.

Beim Stande von 25:19 für Langenfeld holten die HSG-Verantwortlichen seinerzeit ihre Mannschaft vom Platz. Und sie weigerten sich hartnäckig, die Partie fortzusetzen — um dadurch ihren Protest gegen die angeblich krasse Benachteiligung durch die Schiedsrichter auszudrücken. Das war zwar insgesamt eine sehr einsame Sicht der Dinge, änderte jedoch nichts mehr am Abbruch und einer späteren Spielwertung für Langenfeld (2:0).

Leszek Hoft hat neben dem Wohlergehen der ersten Mannschaft parallel die Entwicklung der eigenen Zweiten im Blick, die in der Landesliga an der Tabellenspitze liegt. "Wir werden alles tun, damit die Zweite in die Verbandsliga aufsteigt", betont Hoft, "das liegt mir am Herzen und ist für den Verein sehr wichtig." Um den Kurs nach oben zu halten, befindet er sich permanent im engen Austausch mit seinem Co-Trainer Dennis Werkmeister, der zugleich als spielender Trainer fürs Landesliga-Team verantwortlich ist. Beide zusammen haben konkrete Ideen entwickelt.

Langenfeld II gibt Sven Kniesche nach oben ab. Der wurfstarke Linkshänder, der sich vor einiger Zeit aus beruflichen Gründen in die Reserve verabschiedet hatte, soll nun den rechten Rückraum gemeinsam mit Christian Majeres beackern — der dort zuletzt Einzelkämpfer war. Im Gegenzug unterstützt Langenfeld I die Zweite durch Leihgaben wie Mirko Stolley (20), Philipp Wolter (20), Dustin Thöne (20) und André Bölken (19). Hoft: "Das werden wir tun, wann immer es möglich ist und wenn sich nichts überschneidet."

(RP)