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Handball: Langenfeld siegt zum Abschied des Kapitäns

Handball : Langenfeld siegt zum Abschied des Kapitäns

Niklas Körner muss aus beruflichen Gründen beim Verbandsliga-Spitzenreiter SGL II aufhören.

Dem Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld II (SGL) ist derzeit wohl so ziemlich alles zuzutrauen. Vergangene Woche ärgerte sich Trainer Dennis Werkmeister noch über einen miserablen Auftritt seiner Mannschaft, die gegen den schwachen Gegner Solinger TB lediglich ein Unentschieden holte (31:31). Nun machte der Aufsteiger diese Leistung aber wieder wett. Die Langenfelder besiegten den selbsterklärten Aufstiegsfavoriten LTV Wuppertal 32:26 (12:14). Die SGL rangiert damit weiterhin auf dem ersten Tabellenplatz.

Für Niklas Körner war das Spiel gegen Wuppertal sein letzter Auftritt im Langenfelder Trikot. Der Mannschafts-Kapitän wagt den Schritt in die Selbstständigkeit und hängt deshalb seine Handball-Schuhe an den Nagel. Der 25-Jährige war zum letzten Mal Teil eines Teams, dem Werkmeister an diesem Tag eine herausragende Leistung bescheinigte. "Heute hat einfach alles gepasst", fand der Trainer. "Trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses hätten wir die Partie aber gut und gerne auch verlieren können."

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Grund dafür war keineswegs eine schwache Phase seines Teams, sondern die Qualität des Gegners. Dieser ist nicht nur für Werkmeister der Aufstiegsfavorit für die Oberliga und deutete diesen Anspruch auch in Langenfeld an. Die beiden Teams bekämpften sich im ersten Abschnitt auf Augenhöhe. Den Rückstand zur Pause (12:14) egalisierten die Langenfelder dank einer Überzahlsituation recht schnell, ehe die SGL auf zwei Akteure verzichten musste. Körner musste in seinem Abschiedsspiel das Feld vorzeitig verlassen, weil er einen Tempogegenstoß der Gäste regelwidrig unterband (43.). Das gleiche Schicksal ereilte Mirko Stolley zehn Minuten später (53.).

Den Gastgebern gelang es trotz der Unterzahlsituationen, die Partie spannend zu halten - und sich schließlich sogar abzusetzen. "Am Ende war es eine Frage der körperlichen Fitness. Da waren wir den Wuppertalern klar überlegen", fand Werkmeister. Durch drei Treffer in Serie zog die SGL auf 29:26 davon, ehe die nun sehr offensiv deckenden Gäste noch drei weitere Tore kassierten, welche zum letztlich zu deutlichen Sieg der Gastgeber führten.

SGL II: Wansing, Scholl - Ißling (3), Wolter (11), Dippe, Guggenmos (1), Stolley, Körner (3), Hambrock (2/1), Weißler, Boelken (6), Heider (6), Majeres.

(mol-)