1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld
  4. Lokalsport

Kegeln: Langenfeld mit dem Rücken zur Wand

Kegeln : Langenfeld mit dem Rücken zur Wand

Die Bundesliga-Keglerinnen des SKC hinken nach den ersten vier Spieltagen auch ihren eigenen Erwartungen hinterher. Teamsprecherin Manuela ter Haar ist aber zuversichtlich: "Wir sind ja an den Abstiegskampf gewöhnt."

Die Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld stehen vor einem harten Winter — zumindest aus sportlicher Sicht. Der Bundesligist startete mit drei Niederlagen und einem Sieg denkbar schlecht in die neue Saison. Besonders problematisch ist, dass auch die Heimspiele, die eigentlich immer die Grundlage für eine gelungene Saison sind, bisher nicht die erhofften Punkte brachten. Die Mannschaft um Spitzenspielerin Bettina Woltersdorf muss sich daher in den nächsten Wochen deutlich steigern, um in Zukunft weiter in der höchsten Spielklasse mitzumischen.

Die Beste: Spitzenspielerin Bettina Woltersdorf ist durch ihr sportliches Können und ihre Erfahrung eine wichtige Stütze fürs Team. Foto: Ralph Matzerath

"Wir haben deutlich mehr erwartet", sagt Mannschaftssprecherin Manuela ter Haar, "aber noch ist nichts entschieden und die Saison ist lang. Da kann noch viel passieren." Trotzdem sei der Start in die Spielzeit nicht besonders erfreulich gewesen. "Wir leisten uns auf der Bahn einfach zu viele Fehler", findet die 43-Jährige. Gemeint sind damit vor allem die sogenannten "Eckenfehler", die auftreten, wenn ein Großteil der Kegel bereits abgeräumt ist - und nur die äußeren Hölzer nicht fallen. "Das ist unser großer Schwachpunkt. Wir werfen in diesen Situationen einfach zu oft daneben", betont ter Haar.

Besonders deutlich wurde das beim ersten Spiel gegen den RSV Samo Remscheid, als sich Langenfeld insgesamt 22 Eckenfehler erlaubte. Am Ende ging die Partie 4869:4976 (0:3) verloren. Der zweite Spieltag führte ins Saarland zu den KF Oberthal, bei denen es ebenfalls nichts zu holen gab — 4493:5039 (0:3). Der Doppelspieltag auf heimischer Bahn brachte mit dem 5008:4923 (2:1) gegen den KC 87 Wieseck immerhin den ersten Sieg. Dass die Gäste über die Einzelwertung einen Punkt mitnehmen konnten, blieb nicht der einzige Wermutstropfen für Langenfeld. Die Partie gegen den KSC Dilsburg ging mit 4975:5006 (0:3) verloren.

Einfacher wird es jetzt nicht für die SKC-Damen. Am 19. Oktober (15 Uhr) kommt Deutsche Meister Preußen Lünen in die Kegelhalle am Freizeitpark (Zum Stadion 91). "Bis dahin werden wir gezielt an unseren Schwächen arbeiten", kündigt Manuela ter Haar an, "aber es ist klar, dass wir unsere Punkte eher in anderen Spielen holen müssen. Das Gute an der momentanen Lage ist, dass wir an den Abstiegskampf gewöhnt sind." Derzeit liegt der SKC auf dem sechsten Platz (zwei Punkte) knapp vor dem KV Maifeld-Polch (zwei) und dem Aufsteiger SG 63 Aachen-Knickertsberg (einer). Irgendwann müssen also Punkte her, damit der Winter für Langenfeld vielleicht doch nicht so hart wird.

(dora)