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Kreisliga A: Trainer Rud Mirtic verlässt Tuspo Richrath am Saisonende

Fußball : Mit Tuspo Richrath überworfen

Trainer Rudi Mirtic verlässt den Fußball-Kreisligisten nach dieser Saison mit seinem Assistenten Jens Müller. Er führt unüberbrückbare Differenzen zwischen dem Trainerteam und dem Vorstand an und bedauert den Schritt, den er aber für notwendig erachtet.

Die Fußballer des Tuspo Richrath und ihr Trainer Rudi Mirtic gehen im Sommer getrennte Wege. Wie Mirtic Verantwortlichen und Mannschaft mitgeteilt hat, werden er und Co-Trainer Jens Müller den A-Kreisligisten nach der Saison verlassen. Grund dafür seien unüberbrückbare Differenzen zwischen Trainerteam und Vorstand, die sich schon durch die gesamte Saison zögen, erklärt Mirtic. Er bedauert diesen Schritt, hat er doch in Richrath eine junge und ambitionierte Mannschaft zur Verfügung, die eine ordentliche Rolle in der Kreisliga A spielt, auch wenn es diese Saison wohl noch nicht für ganz oben reichen wird.

„Ich bin sehr traurig, wie die gesamte Sache gelaufen ist. Wir haben eine tolle Mannschaft, mit der wir etwas hätten aufbauen können“, findet Mirtic und erhebt diese Vorwürfe: „Aber die interne Situation macht ein professionelles Weiterarbeiten für meinen Co-Trainer und mich unmöglich. Die gesamte Saison schon werden uns Steine in den Weg gelegt, das zieht sich wie ein roter Faden durch die letzten Monate. Dinge werden hinter unserem Rücken beschlossen, einzelne Personen mischen sich aktiv in Aufgaben des Trainerteams ein, und es wurden sogar Entscheidungen per Telefon an Spieler vermittelt, ohne uns vorher Bescheid zu geben. Unter diesen Voraussetzungen sehen wir keinerlei Basis für eine weitere Zusammenarbeit. Jens Müller und ich haben einige Male versucht, klärende Gespräche zu führen, aber da im Vorstand daran anscheinend kein Interesse bestand, sahen wir uns gezwungen, die Reißleine zu ziehen“, sagt Mirtic.

Sportlich steht Tuspo aktuell auf einem ordentlichen vierten Tabellenplatz, wird aber spätestens nach der 2:3-Niederlage gegen die Zweitvertretung des FC Monheim vergangene Woche mit dem Aufstieg wohl nichts mehr zu tun haben. Dies habe seine Entscheidung allerdings in keinster Weise beeinflusst, stellt der Trainer klar. „Es gibt keine sportlichen Gründe für meinen Rücktritt. Die Entscheidung stand schon vor der knappen Niederlage in Monheim fest und wäre auch nach einem möglichen Sieg nicht verändert worden. Wir werden nun zusehen, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen und das Kapitel Richrath professionell abzuschließen“, sagt Mirtic, der drei Saisons Chefrtrainer in Richrath war.

Seine sportliche Zukunft hingegen sei noch vollständig offen. Gespräche mit anderen Vereinen habe es noch nicht gegeben, wobei er betont, sich eine weitere Zusammenarbeit mit Co-Trainer Müller gut vorstellen zu können. „Bei uns im Trainerteam hat es immer gut harmoniert, von daher könnte ich mir das auf jeden Fall vorstellen. Allerdings kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage treffen. Wir werden abwarten“, sagt Mirtic.