Klassenerhalt: Volleyballerinnen sind durch

Volleyball : Klassenerhalt: Volleyballerinnen sind durch

Die Frauen der SG Langenfeld verbesserten sich mit dem 3:1-Sieg gegen Werth/Bocholt sogar auf den vierten Platz.

Den Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) war zuletzt die Stabilität abhanden gekommen. So verspielte die Mannschaft von Trainer Michael Wernitz beim Schlusslicht PTSV Aachen II eine 2:0-Führung und verlor mit 2:3. Jetzt wirkten die Langenfelderinnen aber deutlich sicherer, sodass sie das 0:1 gegen die SG SV Werth/TuB Bocholt drehen konnten – 3:1 (24:26, 25:18, 25:13, 25:21). „Werth war sehr hartnäckig, aber wir haben Lücken gefunden“, stellte Wernitz fest. Die Gastgeberinnen mussten ohne die verletzten Jil Molitor und Jana Nahrstedt antreten. Außerdem kam ein Einsatz für Zuspielerin Jil von der Stein zu früh (nach Ski-Urlaub).

Im ersten Satz erzeugte Carina Zandt durch platzierte Aufschläge viel Druck. Weil Werth (vorher Vierter, jetzt Fünfter) die Bälle nur schwach annehmen konnte, waren die folgenden Angriffe für die SGL eine leichte Beute (5:1). Durch vier Flüchtigkeitsfehler der Gastgeberinnen war das Duell plötzlich wieder offen – 5:5. Später erhöhte Spielführerin Diana Kiss über Aufschläge auf 10:6, bevor die Gäste erneut Unkonzentriertheiten der SGL bestraften (11:11). Anschließend erkämpfte sich Langenfeld wieder eine Führung (21:19), doch Werth gab nicht auf und drehte das Spiel (24:26). Wernitz und sein Co-Trainer Mark Nahrstedt sahen hier mit Erschrecken, wie ihre Spielerinnen in alte Muster verfielen: „Wir haben uns über unsere unnötigen Fehler geärgert. Wir wussten natürlich, dass wir in der Lage sind, Werth zu schlagen.“

Der zweite Abschnitt verlief zunächst ausgeglichen (12:12). Bis dahin hatte Vivien Tänzler die verletzte Diagonalspielerin Jana Nahr-stedt vertreten, aber nun musste sie ihre Postion für Sarah Brust räumen. Obwohl Brust eigentlich auf der Außenposition zu Hause ist, fand sie sich in der ungewohnten Rolle gut zurecht – und durfte deshalb bis zum Schluss auf dem Feld bleiben. Neben den Aufschlägen von Zandt gaben die Angriffe über Silke Althaus und Kiss den Ausschlag zum Satz-Ausgleich (25:18).

Im dritten Durchgang sorgte Althaus mit ihren Aufschlägen permanent für viel Gefahr (4:1). „Werth hat es in dieser Phase nicht geschafft,strukturiert aufzubauen. Wir hingegen waren sehr effektiv“, lobte Wernitz. Da Althaus gleichzeitig im Block eine große Stütze war und Brust mehrere starke Aufschläge gelangen, setzte sich Langenfeld auch hier durch – 2:1 (10:5, 16:11, 25:13).

Vor dem vierten Satz waren die Gastgeberinnen gewarnt. Kürzlich hatten sie ja beim PTSV Aachen II erlebt, dass ein Gegner in einer Drucksituation durchaus bis an seine Leistungsgrenze geht. Durch die Aufschläge von Althaus und Zandt führte Langenfeld zunächst mit 6:3, bevor die Gäste zum 6:6 ausglichen. Dass der Vorsprung vom 14:12 auf 17:16 schrumpfte, brachte die SGL dann nicht mehr aus dem Konzept. Wernitz’ Team steigerte sich vielmehr – 22:19, 23:20, 25:21.

„Nach unten kann uns nichts mehr passieren. Jetzt können wir unbeschwert auftreten“, betonte Wernitz, dessen Mannschaft mit nun 26 Punkten auf den vierten Platz kletterte. Am 24. März (17 Uhr) tritt Langenfeld beim Siebten SC GW Paderborn an (23 Punkte).

SG Langenfeld: Steinacker, Althaus, Kiss, Zandt, Lakicevic, Tänzler, Tillmann, Eisler, Brust, Dietrich, Schmittmann, Kemper.

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