Fußball: Kezmann und die "gefühlte Niederlage"

Fußball : Kezmann und die "gefühlte Niederlage"

Vorher hätte der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath das Ergebnis wohl ganz gerne gekauft, doch hinterher wusste er damit erst mal weniger anzufangen – kein Wunder. Obwohl die Elf von Trainer Michael Kezmann in der vorgezogenen Partie beim 1. FC Mönchengladbach nach einem furiosen Start mit 3:0 (35.) in Führung lag, gabs am Ende nur ein 3:3. "Der Aufwärtstrend ist sicher da", meinte Kezmann, "aber das ist irgendwie eine gefühlte Niederlage."

Der Schlüssel zum 1:0 war Richraths Keeper Jan Conradi, der in der siebten Minute den Foul-Elfmeter des Mönchengladbachers Maurice Lutterbeck abwehrte und dann den Ball weit abschlug. Dort fand das Spielgerät den Weg zu Dennis Lichtenwimmer – 1:0 (8.). Dirk Drößert erhöhte bald auf 2:0 (13.), ehe Marvin Klein sogar das dritte Tor gelang. Dass die Hausherren kurz darauf durch Christian Boes per Hand-Elfmeter zum 1:3-Anschluss (37.) verkürzen konnten, fand Kezmann unverständlich: "Dafür kann man keinen Elfer geben. Dimitrios Koussidis wurde nur angeschossen. Der Schiedsrichter hat Gladbach ins Spiel zurückgebracht."

Nach dem Wechsel tat Richrath allerdings selbst einiges dazu, dass später kein Sieg heraussprang. "Wir haben zu viele Bälle hergeschenkt und sind nicht mehr so gut in die Zweikämpfe gekommen", bestätigte der TuSpo-Coach, "dessen Elf das 3:2 (60.) von Simon Küppers und das 3:3 (69.) von Andreas Kuffner kassierte. Kezmann: "Auch dieser Treffer darf nie fallen, weil der Gladbacher vorher beim Einwurf deutlich im Feld stand."

Vierter Treffer möglich

In der Schlussphase hatten beide Teams durchaus noch die eine oder andere Gelegenheit zum Sieg. Während Keeper Jan Conradi den Richrathern hinten Sicherheit gab, hätte Lichtenwimmer vorn das 4:3 erzielen können (86.). "Im Großen und Ganzen ging das Ergebnis wohl in Ordnung. Und wir können mit vier Punkten aus den vergangenen beiden Spielen zufrieden sein", fand Kezmann, "unsere Fehler müssen wir aber noch abstellen." Die Tabelle zeigt, warum ihm ein Dreier lieber gewesen wäre. TuSpo hat jetzt vier Punkte und ist vorerst auf Rang 14 geklettert. In der Übersetzung heißt das; Richrath steckt unverändert in großer Abstiegsgefahr.

(RP)