Fußball : Keine echte Chance

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld kassierten gegen den SV Mönchengladbach 1910 die erste Saisonniederlage. Beim 1:3 hatte die Elf von Trainer Oliver Fecker nicht viel zu bestellen. Zur Pause stand es schon 0:3.

Oliver Fecker, der Trainer des Fußball-Landesligisten HSV Langenfeld, kannte die Gründe für die erste Saisonniederlage seines Teams gegen den SV Mönchengladbach 1910. "Irgendwann wirst du dafür bestraft", sagte der Coach. Beim 1:3 (0:3) verschlief sein Team wieder den Start und geriet früh in Rückstand. Doch anders als in den Partien bei TuSpo Richrath (4:1) und gegen VSF Amern (2:1) wachte Feckers Team nicht auf – und eine mögliche Wende blieb so ein schöner Wunschtraum. "Dann kriegst du das zweite und dritte Gegentor. Und dann ist es natürlich vorbei", erkannte der Coach.

Auf der anderen Seite stand in den Gästen allerdings ein Gegner, wie ihn der HSV in dieser Spielzeit bislang nicht bearbeiten musste. Mönchengladbach zeigte ein hohes spielerisches Niveau und ließ die Langenfelder Abwehr mehrfach ganz schlecht aussehen. Nach dem frühen 0:1 (10.) hatten die Gäste später sogar richtig viel Platz, um die Tore zum 0:2 (25.) und 0:3 (43.) sehr sehenswert herauszuspielen.

Eis auf Zündorfs Knie

Fast noch bitterer als der hohe Rückstand zur Pause war die Verletzung von Marian Zündorf. Der HSV-Kapitän zog sich bei einem Zusammenprall mit Mönchengladbachs Torhüter eine Knieverletzung zu. Zündorf kehrte nach dem Seitenwechsel nicht mehr auf das Feld zurück. "Auf dem Knie ist jetzt erst mal Eis. Da müssen wir mal schauen, was damit ist", meinte Fecker. Ein längerer Ausfall des Mittelfeld-Motors, der in den ersten Saisonspielen zu den wertvollsten Kräften gehörte, wäre für die Langenfelder ein herber Rückschlag.

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Im zweiten Abschnitt nahm Mönchengladbach merklich etwas das Tempo aus der Partie, sodass die Hausherren manchmal wenigstens etwas mehr Raum hatten. Gleichzeitig warf der HSV die Flinte nicht ins Korn. "Kämpferisch war das nach der Pause in Ordnung. Wichtig war, dass wir uns nicht aufgegeben haben", fand Fecker.

Köhler mit dem Ehrentreffer

Wirklich in Gefahr geriet der Gäste-Erfolg allerdings zu keinem Zeitpunkt, denn zwingende Torraumszenen aus dem Spiel heraus waren bei den Langenfeldern eher eine Mangelware. Der Ehrentreffer fiel nach einem ruhenden Ball, als André Köhler eine Ecke zum 1:3 einköpfte (82.). Für eine echte Aufholjagd reichte es an diesem Nachmittag trotz aller Bemühungen nicht. "Eher hätte Mönchengladbach noch höher gewinnen müssen", gab Fecker zu. Diesmal wurde der HSV eben einfach bestraft.

(rod-)