Fußball : Kein Ende der Talfahrt

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath musste mit dem 0:4 beim Tabellenzweiten TuS Grevenbroich die dritte Niederlage hintereinander einstecken. Die Mannschaft um Interimstrainer Arno Gerdes wirkte immerhin bemüht.

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath blieb seinem Weg aus den vergangenen Wochen auch im Spiel beim Zweiten TuS Grevenbroich treu. Die fünfte Meisterschafts-Partie in der Zeitrechnung nach dem Abschied von Trainer Wolfgang Bergemann brachte wieder nichts Zählbares, sondern eine Niederlage – 0:4 (0:2). Richrath, früher selbst Tabellenzweiter und in der Hinrunde immerhin 3:2-Gewinner gegen Grevenbroich, wird damit in der Tabelle weiter durchgereicht. Die 39 Punkte, die schon seit einiger Zeit auf dem Konto stehen, reichen inzwischen nur noch zu Platz acht. Interimstrainer Arno Gerdes, der seit seiner Beförderung zum Chefcoach auf Zeit ein schwieriges Amt ausübt, zeigte sich trotzdem gefasst: "Die Mannschaft hat sich bemüht. Kampf- und Laufbereitschaft waren da."

Geschenkte Führung

Viele Überlegungen der Gäste wurden schon nach zehn Minuten zerstört, als Keeper Pascal Tillges den Ball abprallen ließ. Grevenbroich, in nahezu allen Situationen schneller und spritziger, nahm das Geschenk an – 1:0. TuSpo spielte bis zur Pause brauchbar mit, hatte jedoch keine nennenswerte Torchance. Deutlich besser lief es für die Hausherren, die durch einen präzisen Schuss in den Winkel ihren zweiten Treffer vorlegten (38.).

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TuSpo zeigte, dass es eine Wende probieren wollte. Aber der TuS-Keeper parierte den Schuss von Matthias Castens aus kurzer Distanz glänzend (55.). Der Gegenzug brachte bereits die Entscheidung – 0:3 (56.). Das spätere 0:4 (70.) fiel gar nicht mehr stark ins Gewicht für die Richrather, die durch Bartlomiej Pawliczek (60.) und Necati Ergül (70.) selbst weitere sehr gute Gelegenheiten ungenutzt ließen.

Frage der Geschwindigkeit

Positiv machten vor allem die eingewechselten A-Junioren Sebastian Milinski und Tobias Ockenfels auf sich aufmerksam, die auch körperlich sehr gut mithalten konnten. "Die beiden waren genauso fit wie die Grevenbroicher", sagte Gerdes, "sonst waren die Spieler des TuS mit Ball so schnell wie wir ohne." Dass sich so insgesamt beim Tabellenzweiten keine drei Punkte holen lassen, versteht sich von selbst.

(RP)