Lokalsport: Keglerinnen brauchen jetzt ein Wunder

Lokalsport: Keglerinnen brauchen jetzt ein Wunder

Den vom Pech verfolgten Langenfelder Bundesliga-Damen fehlen fünf Punkte zum Vorletzten.

Normalerweise hätten die Sportkeglerinnen des SKC Langenfeld/Paffrath wenig dagegen gehabt, eine Art Dienstreise ins Saarland anzutreten - wenn das Personal halbwegs komplett gewesen wäre und die äußeren Bedingungen nicht schwierig. So blieb nach rund 500 Kilometern Fahrt am Ende nur eine Erkenntnis übrig: Viel Aufwand, wenig Ertrag. Der Bundesliga-Aufsteiger musste zwei weitere Niederlagen hinnehmen. Beim KSC Dilsburg verlor der Tabellenletzte mit 4066:4789 (0:3), und am Tag darauf bei den KF Oberthal mit 4128:5351 (0:3). Drei Spiele vor dem Ende der Normalrunde sind die Chancen auf den Klassenerhalt weiter gesunken. Langenfeld (Achter/fünf Punkte) nimmt den direkten Abstiegsrang ein und bräuchte nun eine starke Serie, um wenigstens den Vorletzten KSF Wuppertal einzuholen (acht Zähler). Die SG 63 Aachen-Knickertsberg und der KC 87 Wieseck auf den rettenden Ränge fünf und sechs (jeweils 15 Punkte) sind inzwischen unerreichbar.

Teamsprecherin Manuela ter Haar hatte die missliche Lage der Langenfelderinnen bereits kürzlich treffend zusammengefasst: "Wir sind weiter auf Spielerinnen angewiesen, die eigentlich nicht mehr spielen wollten." Dass die Keglerinnen trotzdem alles geben, bewies trotz der fehlenden Punkte das Wochenende im Saarland. Kathrin Schnepf (755 Holz), Manuela ter Haar (739), Anna Röhrig (691), Tanja Rittmann (758) und Sandra Kaiser (724) lagen durchweg hinter den Werten des auf Rang vier geführten Gastgebers. Dann kam erneut Pech hinzu: Rita Müller (399) musste nach dem 75. Wurf verletzt aufgeben, sodass auf der Anzeigetafel eine hohe Niederlage stand.

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Beim Zweiten KF Oberthal fiel das Resultat noch deutlicher aus - obwohl Kathrin Schnepf hier immerhin die fünftbeste Wertung des Tages (849 Holz) für Langenfeld schaffte, das insgesamt sogar mehr Einzelwertungspunkte holte als in Dilsburg (24/21). Röhrig (743), ter Haar (803), Rittmann (795) und Kaiser (839) steigerten sich ebenfalls. Im Dienst der Mannschaft probierte es auch Rita Müller (99) wieder, doch diesmal gab sie den Versuch nach dem 15. Wurf auf.

Die Lage für die restlichen drei Partien ist klar - und erst recht für die am 6. Januar 2018 (13 Uhr) in Wuppertal. Dem SKC bleibt nur bei einem Erfolg etwas Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Verliert Langenfeld beim Start ins neue Jahr, werden die beiden Heimspiele am 13. Januar (15 Uhr) gegen den Sechsten KC 87 Wieseck und am 20. Januar (13 Uhr) gegen Vierten Preußen Lünen nur die letzten Stationen einer Abschieds-Tournee.

(mid)