Judo: Judo-Club gewinnt drei "WM"-Medaillen

Judo : Judo-Club gewinnt drei "WM"-Medaillen

Nach dem guten Ergebnis in Herne nehmen erstmals fünf Langenfelderinnen an den Deutschen Meisterschaften teil.

Einen kompletten Medaillensatz brachten die besten Judoka des JC Langenfeld (JCL) von den Westdeutschen Meisterschaften der Altersklasse U 18 in Herne mit. Das herausragende Resultat erzielte Nora Bannenberg (Gewichtsklasse bis 52 Kilo), die Meisterin wurde. Jasmin Flosdorf (bis 48 Kilo), die 2014 den Titel gewonnen hatte, belegte den zweiten Platz. Delia Grigo (bis 63 Kilo) sicherte sich verdient Rang drei.

Die erkrankte Pauline Sommerer (bis 52 Kilo) konnte nicht starten - hatte aber das Vertrauen des Landestrainers. Frank Urban (Bottrop) setzte sie auch ohne "WM"-Teilnahme für den nationalen Saison-Höhepunkt bei den Deutschen Meisterschaften am 28. Februar und 1. März in Herne. JCL-Trainer Jens Kaiser findet den Stand der Dinge mehr als nur zufriedenstellend: "Das ist ein tolles Ergebnis. Mit Merle sind es in diesem Jahr fünf JCLer, die bei einer Deutschen kämpfen. Das gab es noch nie." Merle ist Merle Grigo (bis 57 Kilo), die den Judo-Club bei den U-21-Titelkämpfen vertreten wird (am 7. und 8. März in Frankfurt/Oder).

Nora Bannenberg wurde ihrer Favoritenrolle gerecht, denn sie setzte sich viermal in Folge vorzeitig durch - unter anderem gegen Anna Ehringfeld (JC Haldern/Bezirksmeisterin Düsseldorf) und Miriam Beitans (JC Herford/Bezirksmeisterin Detmold). Das Finale gegen Stephanie Wirl (Stella Bevergern/Bezirksmeisterin Münster) war intensiv geführt und beide Kämpferinnen hatten die Chance zur Führung. Nach zweieinhalb Minuten brachte Bannenberg einen perfekten Beinwurf an, der ihr die vorzeitig Entscheidung bescherte. Die Langenfelderin, 2012 und 2013 jeweils mit Silber ausgezeichnet, stand zum ersten Mal in ihrer Karriere bei Westdeutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen.

Genau anders herum lief es für Jasmin Flosdorf, die diesmal "nur" Silber mitnehmen durfte. Über zwei Freilose und einen glatten Erfolg bekam es die Langenfelderin mit Maria Romahn zu tun (SU Annen/Bezirksmeisterin Arnsberg) und setzte sich hier ebenfalls durch. Das Finale gegen Eva Jungbluth (TSV Germania Manheim), eine Teamkollegin aus dem Landeskader, stand auf des Messers Schneide - und Jungbluth lag über eine kleine Wertung vorne.

Delia Grigo wollte ihre aufsteigende Form bestätigen und erneut sehenswertes Angriffsjudo zeigen. Der Plan ging zunächst durch ein Freilos sowie ungefährdete Siege über Pia Martens (Bocholt/Bezirksmeisterin Münster) und Nora Naeve (Hagen/Bezirksmeisterin Arnsberg) auch auf. Das Halbfinale gegen die gesetzte Kader-Athletin Sarah Kesmen (SU Annen) verlor Grigo nach lediglich einer Minute Kampfzeit überraschend deutlich, ehe sie über den Umweg Trostrunde direkt den Kampf um den dritten Platz erreichte und sich hier gegen Chantal König (JC 66 Bottrop) gut behauptete.

Weniger Glück bei den Westdeutschen Meisterschaften hatte Leon Mlodzian (bis 60 Kilo), der einzige männliche Vertreter des JCL. Nach einem Freilos und einem Sieg scheiterte Mlodzian am späteren Zweiten Mike Tryncyk (Eintracht Borbeck). Über die Trostrunde kam er wegen einer Niederlage nach knapp einer Minute gegen Bjarne Tempel (Judo Rauxel) ebenfalls nicht mehr weiter.

(RP)