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Fußball: Jetzt steht Baumberg schon im Viertelfinale

Fußball : Jetzt steht Baumberg schon im Viertelfinale

Der Fußball-Oberligist entschied den harten Kampf im Achtelfinale des Niederrheinpokals beim 1. FC Bocholt mit 1:0 für sich.

So kann es natürlich auch klappen. Weil der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) seine Lektion gelernt zu haben schien, entschied er sich diesmal für die sehr zupackende Variante - anders als zuletzt. Da war die ziemlich stark gefährdete Mannschaft von Trainer Marc Schweiger im Duell beim Nachbarn VfB Hilden spielerisch deutlich überlegen, hatte jedoch am Ende außer einer bitteren 1:2-Niederlage nichts in der Hand. Gestern stand der Niederrheinpokal auf dem Programm, mit dem die Sportfreunde seit ihrem Endspiel-Triumph von 2013 ja besonders eng verbunden sind. Weil sich die Baumberger im Achtelfinale beim Oberliga-Zweiten 1. FC Bocholt einen 1:0 (1:0)-Erfolg erarbeiteten, sind sie nur noch zwei Schritte von einer erneuten Endspielteilnahme entfernt. Dabei könnte sich zunächst allerdings der Wunsch auf ein attraktives Viertelfinale erfüllen. Im Topf befinden sich unter anderem noch der Drittligist MSV Duisburg sowie die Regionalligisten RW Essen, Kray und Oberhausen.

"Die Mannschaft hat ganz stark dagegengehalten", sagte SFB-Coach Schweiger, der tatsächlich von Beginn an einen sehr konzentrierten Auftritt der Gäste sah - und schon in der zehnten Minute den einzigen Treffer des Tages. Nach einer Ecke war der mit nach vorne gerückte Innenverteidiger Patrick Becker entschlossen zur Stelle und erzielte per Kopfball das 1:0 (10.). "Da hatten wir endlich das Glück, dass wir mal in Führung gehen", fand Schweiger. Weil der freie Angreifer Ivan Pusic (15.) und Außenverteidiger Sven Steinfort (20.) kurz darauf die Chance zum zweiten Treffer hatten (15.), gehörte die gesamte Anfangsphase klar den Gästen. Bocholter Ideen kamen während der ersten Halbzeit dagegen nicht vor.

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Nachher zogen sich die Gäste ein Stück zurück, um den Hausherren die Intitiative zu überlassen. Richtig brenzlig wurde es allerdings nur kurz vor dem Ende, als ein Schuss des Bocholters Kevin Juch aus dem Gewühl heraus bei SFB-Keeper Tobias Bergen landete. Dass die in der Tabelle auf dem zweiten Platz weit besser als die Baumberger (Rang 15) eingeordneten Gastgeber lediglich optische Vorteile verzeichnen konnten, lag nicht zuletzt am leidenschaftlichen Auftreten der Sportfreunde. "Das war schon ganz stark", lobte Schweiger, "und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mehr kann als Schönspielerei." Bis zum Abpfiff durch Schiedsrichter Torsten Schwerdtfeger (Essen) sammelten die Gäste acht Gelbe Karten, die Schweiger allerdings nicht als Beleg für besonders rohes Spiel einordnete: "Es war eben ein typischer Pokalfight."

Auf der anderen Seite hätte er sogar eine Rote Karte gegen Bocholt erwartet, als Nils Esslinger acht Minuten vor dem Ende bereits am Keeper vorbei war und auf dem Weg zu einem sicheren Tor zu sein schien. Weil der erwartete Pfiff jedoch ausblieb und die Sportfreunde zusätzlich die eine oder andere hervorragende Szene nicht erfolgreich zu Ende brachten, mussten sie auf der Zielgeraden sogar noch unnötig um den Sieg bangen. Weil sich alle Spieler mit Leidenschaft in den Dienst der gemeinsamen Sache stellten, gab es wenig später aber ganz viel Jubel. "Das war die Belohnung für eine geschlossene Mannschaftsleistung", fand Schweiger. Natürlich wünscht er sich jetzt, dass sein Team den Schwung mit in die Meisterschaft transportieren kann. Der Gedanke ans Pokalfinale ist deshalb ja trotzdem nicht verboten.

(RP)