Handball Irgendwo im Nirgendwo

Handball · Der Handball-Oberligist SG Langenfeld erlitt mit dem 21:26 im Test gegen den TuS 82 Opladen wieder einen Rückschlag – weil zu viele Baustellen da waren. Permanente Gefahr ging nur von Rückraumspieler Dawid Rosiak aus.

 Innere Einkehr: Langenfelds Trainer Heino Kirchhoff wirkt momentan oft frustriert – weil es nicht richtig nach vorne geht.

Innere Einkehr: Langenfelds Trainer Heino Kirchhoff wirkt momentan oft frustriert – weil es nicht richtig nach vorne geht.

Foto: Matzerath (ARCHIV)

Wer dem Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) verbunden ist, sollte sich wohl allmählich Sorgen machen. Knapp zwei Wochen vor dem Beginn der Meisterschaft 2012/2013 liegen immer noch reichlich Puzzleteile auf dem Tisch herum – und das Team von Trainer Heino Kirchhoff sieht bisher aus wie ein halb fertiges Bild. Das 21:26 (10:12) gegen den Mittelrhein-Oberligisten TuS 82 Opladen im vorletzten Test machte erneut den Blick frei für einige Baustellen. "Opladen hatte den besseren Rückraum und sie waren laufbereiter", fand Kirchhoff. Dass der Bereich Leidenschaft demnächst wieder stimmt, ist anzunehmen – weil genau das in der Vergangenheit immer das Langenfelder Markenzeichen war. Rein sportlich sind dafür durchaus Zweifel angebracht.

Nach dem Weggang von Fabian Düllberg (Handball-Pause aus beruflichen Gründen) ist Dawid Rosiak auf der Position im linken Rückraum derzeit so etwas wie eine Lebensversicherung der Mannschaft. Gegen Opladen war der 23-Jährige bis zum 7:6 (18.) fast der Alleinunterhalter und über weite Strecken der einzige (Rückraum-) Spieler, auf den sich die Deckung des TuS 82 tatsächlich konzentrieren musste. Darunter litt gleichzeitig der Versuch, etwa Kreisläufer Andreas Nelte in Szene zu setzen – der diesmal sowieso nicht seinen besten Tag erwischt hatte (ohne einen Treffer).

"Sind gut weggekommen"

Später musste Rosiak (insgesamt sieben Tore) beim Stande von 18:22 (50.) runter, weil die Beschwerden (Rücken, Rippenprellung) zu groß geworden waren. Dass die SGL danach unter dem Strich nicht deutlicher unterlag, hatte sie unter anderem dem Entgegenkommen der Gäste zu verdanken – die ebenfalls etliche Fehler einstreuten. "Wir sind gut weggekommen", bestätigte Kirchhoff, der zuletzt aus verschiedensten Gründen (Urlaub, Beruf, Verletzungen, Erkrankungen) wieder äußerst selten mit dem vollständigen Kader arbeiten konnte.

Test gegen SG Ratingen

Was sich daran möglicherweise ändern wird, bleibt abzuwarten. Keinen Erfolg scheint Langenfeld allerdings beim Bemühen zu haben, vielleicht den einen oder anderen Spieler als Verstärkung dazuzuholen. Deshalb geht der Vorjahres-Aufsteiger mit einigen Baustellen in den letzten Test am nächsten Samstag (18.30 Uhr) gegen den Verbandsligisten SG Ratingen 2011, ehe am 15. September (19.15 Uhr) mit dem Spiel bei der SG Dülken die Meisterschaft beginnt.

SGL: Wansing, Geske – Majeres (1), Rosiak (7), Jechorek (1), Preissegger, Justen, Wagener (1), Klimke, Herff (3/1), Körner (5), Eich, Wolter (1), Nelte, Schickhaus (2).

(RP)
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