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Segeln: Inga-Marie Hofmann: Ihre Liebe ist das Segeln

Segeln : Inga-Marie Hofmann: Ihre Liebe ist das Segeln

Für die 13 Jahre alte Langenfelderin geht ein Traum in Erfüllung, denn im Juli startet sie in Irland bei den Europameisterschaften.

Eigentlich führt Inga-Marie Hofmann das Leben eines normalen Teenagers. In der Woche trifft sich die Langenfelderin mit Freunden, spielt Volleyball und geht mit ihren älteren Brüdern joggen. Von Februar bis November ist die 13-Jährige aber beinahe an jedem Wochenende unterwegs, denn die Seglerin nimmt an Regatten in ganz Europa teil. Durch die Qualifikation (Anfang Mai) zur Segel-Europameisterschaft der Jüngstenbootklasse Optimist nahm der Alltag des sportlichen Talents erst recht außergewöhnliche Züge an. Denn Inga-Marie wurde zugleich in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Und nun darf sie sich bei der EM in Irland mit den besten Seglerinnen Europas messen. "Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Ich bin unglaublich glücklich und freue mich schon sehr auf das Abenteuer in Irland'', sagt Inga-Marie.

Das Ticket für die EM vom 12. bis 20. Juli im irischen Dún Laoghaire löste die junge Langenfelderin, die die achte Klasse des Konrad-Adenauer-Gymnasiums besucht, indem sie sich bei der deutschen Ausscheidungsregatta für die Welt- und Europameisterschaften durchsetzte. Vom 30. April bis zum 4. Mai sicherte sich Inga-Marie Hofmann auf der Ostsee vor Warnemünde den siebten Platz - der die Qualifikation für die EM 2014 bedeutete. Dieser große Erfolg war am Ende auch der verdiente Lohn fürs jahrelange harte Training.

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Dass Inga-Marie Hofmann schon mit fünf Jahren zum ersten Mal ein Ruder in die Hand nahm, überrascht durchaus nicht. Segeln ist schließlich Familientradition. Anfangs ging der Großvater diesem Sport nach, ehe auch ihre Mutter und die drei älteren Brüder Leidenschaften fürs Segeln entwickelten. "Unsere gesamte Familie ist quasi mit dem Segelsport verheiratet. Es macht einfach riesigen Spaß", erklärt Inga-Maries Mutter Johanna Brückner-Hofmann. Deshalb hat Familie Brückner keine großen Probleme damit, jedes Wochenende in weiter Distanz eine andere Regatta anzusteuern.

Ein großes Wohnmobil und die sportbegeisterte Familie begleiten Inga-Marie zu den Regatten. Auf dem Ijsselmeer, dem Gardasee oder auf der Ostsee kann sie als Mitglied des Düsseldorfer Yachtclubs ihr Talent beweisen. Zuletzt ergatterte die Langenfelderin einen respektablen 32. Platz bei der "Goldenen Opti" in Kiel. Unter den 177 Teilnehmern befanden sich Sportler aus zahlreichen verschiedene Nationen - wie etwa Niederländer, Polen, Dänen und Russen. Inga-Marie: "Ein weiterer Vorteil der internationalen Regatten ist, dass man immer neue Leute kennenlernt."

Außerdem sammelt die Langenfelderin auf solchen Regatten wertvolle Wettkampfpraxis und wird so mit ihrem 2,30 Meter langen Boot immer vertrauter - was im Hinblick auf die anstehenden Europameisterschaften sehr wichtig ist. Inga-Maries persönlicher Trainer Carsten Mügge (aus Berlin) und Landeskader-Trainer George Blaschkiewitz (Hamburg) können ihr dort Ratschläge geben.

Weil das junge Talent von allen Seiten unterstützt wird und sich bereits intensiv vorbereitet hat, blickt sie den kontinentalen Titelkämpfen auch einigermaßen optimistisch entgegen: "Meine Eltern, der Yachtclub und die Trainer fördern mich hervorragend. Mit Talent und viel Training kann man immer besser werden. Bei der EM in Irland will ich zeigen, was ich kann, und vorne in der Spitzengruppe mitmischen." Inga-Marie Hoffmann ist bereit fürs große Abenteuer.

(fas)