In der Fußball-Bezirksliga gewinnt der HSV Langenfeld

Fußball : HSV ist auf dem Vormarsch

Nach drei Spielen ohne Niederlage klettert das Team von Trainer Daniel Cartus in der Bezirksliga. Der SC Reusrath spielt remis, Berghausen verliert wieder knapp.

Die Enttäuschung ist da. Weil der personell angeschlagene Fußball-Bezirksligist SSV Berghausen auch gegen den TSV Solingen knapp 1:2 (1:1) verloren hat, konnte er nur einen Punkt aus den jüngsten vier Partien holen. Folge: Die Mannschaft von Trainer Patrick Michaelis rutschte in der Tabelle ab auf Rang sieben ab. „Der Kader war mit Spielern gespickt, die normalerweise gegen den TSV gewinnen müssen“, sagte Michaelis. „Uns hat aber die letzte Galligkeit gefehlt.“

Die Gastgeber hatten erneut anfangs einige Probleme. Die Solinger agierten sehr forsch und provozierten dadurch zahlreiche SSV-Ballverluste. Bereits in der fünften Spielminute schloss der TSV einen Konter zum 1:0 ab. Nachdem die Gäste eine weitere Möglichkeit nicht zu verwerten wussten (14.), scheiterte Benjamin Wadenpohl mit einem Kopfball (15.). Später verwertete Mario Stoffels eine Kombination von Yannick Krohn und Wadenpohl – 1:1 (31.).

Im zweiten Durchgang scheiterte Ralf Grutza mit seinem Kopfball nach einer Ecke von Stoffels (60.). Anschließend spielte ein Solinger eine scharfe Flanke in den SSV-Strafraum, sodass Arif Tuncer ein Eigentor unterlief (62.). Zwar bemühten sich die Berghausener um den Ausgleich, doch entweder fehlte der letzte Pass oder der Abschluss blieb zu harmlos (74./81./83.).

SSV: Hill - Scholer, Paulmann, Krohn (74. Niedworok), Wadenpohl, Tuncer, Azhil, Brusberg (80. Kruse), Stoffels, Demba, Grutza.

Der weiter ersatzgeschwächte SC Reusrath (SCR) befindet sich nach dem 1:1 (0:1) beim Fünften VfB Hilden II weiter in der Erfolgsspur. Die auswärts ungeschlagenen Reusrather sind mit 33 Punkten Zweiter – einen Punkt hinter Tabellenführer SG Unterrath. Dabei musste SCR-Coach Ralf Dietrich die kurzfristig erkrankten Viktor Ergardt und Marvin Grober einsetzen, während Florian Franke (Grippe) und Manuel Naß (berufliche Gründe) passen mussten. In der 17. Minute verwandelte Hildens Spinella einen Foulelfmeter zum 1:0, ehe SCR-Keeper Tim Hechler seine Kameraden vor dem zweiten Gegentor bewahrte (20.). In der Folge kamen die Gäste ins Spiel und zu Chancen. Ein Schuss von Dustin Hellekes wurde von der Line gekratzt (22.), Luca Piatkowski traf die Latte (36.). In Durchgang scheiterten Jonas Hergesell (52.) und Piatkowski (53.). In der 73. beförderte ein Hildener den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Benedikt Hülsen vor dem einschussbereiten Piatkowski ins eigene Tor – 1:1. Fünf Minuten vor dem Ende hatte Piatkowski den Siegtreffer auf dem Fuß, doch der VfB-Keeper entschärften den Schuss. „Die Jungs haben einmal mehr eine kämpferische Glanzleistung abgeliefert und sich den Punkt redlich verdient. Mit dem nötigen Quäntchen Glück wäre sogar ein Sieg möglich gewesen, doch wir sind in unserer derzeitigen Situation mit dem Punkt zufrieden“, sagte Dietrich.

SCR: Hechler, Ergardt, Hergesell, Fabian Steinhäuser, Siefert (90. Marx), Wietschorke, Hellekes (68. Hülsen), Grundler (76. Volkmann), Piatkowski (85. Grober), Kiknadze, Goudinas.

Der HSV Langenfeld befindet sich nach drei Spielen ohne Niederlage im Aufwärtstrend. Das 2:0 (1:0) gegen den favorisierten Achten TSV Eller 04 war die beste Saisonleistung. Die Truppe von Trainer Daniel Cartus kletterte auf Rang elf und verabschiedete sich aus der Abstiegszone. Die Langenfelder ließen die Düsseldorfer nicht zur Entfaltung kommen, Anas El Morabiti und Marvin Klein scheiterten am Keeper (11. und 19.). In der 23. Minute setzte sich El Morabiti auf links durch und bediente Sebastian Tiburtius, der zum 1:0 traf.

Nach der Pause hielt der überragende HSV-Schlussmann Christian Cyrys den Kasten sauber, der zweite HSV-Treffer hing in der Luft. Allerding dauerte es bis zur Nachspielzeit, ehe dem eingewechselten Torjäger Alessandro Petri das 2:0 gelang. Nach einem Abschlag von Cyrys nahm er den Ball an der Mittellinie auf, umkurvte seine Gegner und traf trocken (90.+3). „Heute ist uns eine zentnerschwere Last von den Herzen gefallen, denn die Truppe befindet sich nach dem verdienten fünften Saisonsieg auf dem Vormarsch. Einstellung, Kampfbereitschaft, der unbändige Wille und das Spielvermögen stimmen uns zuversichtlich“, sagte Co-Trainer Heiko Schornstein.

HSV: Cyrys - Weidenmüller, Bartsch, Benecke, Dames (85. Ludwig), Große Enking, Becker, Anas El Morabiti (87. Ahmed El Morabiti), Tiburtius (69. Ferrara), Klein, Hasselbring (75. Petri).

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