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American Football: Im Spitzenspiel: Serie der Longhorns gerissen

American Football : Im Spitzenspiel: Serie der Longhorns gerissen

Football-Regionalligist verlor bei den Paderborn Dolphins mit 24:30, bleibt aber Tabellenführer. Headcoach Michael Hap war gefasst.

Insgesamt 33 Spiele hintereinander hatten die Langenfeld Longhorns in der Landesliga, in der Oberliga und dann auch in der Football-Regionalliga NRW gewonnen. Nun ist die Serie gerissen, denn ausgerechnet das Spitzenspiel bei den Paderborn Dolphins verlor das Team von Headcoach Michael Hap mit 24:30 (3:14, 7:10, 7:0, 7:6). Den Ausschlag für die erste Niederlage seit knapp vier Jahren gaben vor allem die US-Spieler im Team der Paderborner. "Irgendwann musste es ja passieren", meinte Hap, der trotzdem vor allem die positiven Erkenntnisse mitnehmen will: "Man darf nicht vergessen, dass wir frisch in die Liga aufgestiegen sind. Wir haben den Anfang des Spiels etwas verschlafen und sind dann immer besser geworden." Insgesamt sei die Erkenntnis, gegen das stärkste Team der Klasse mithalten zu können, wichtiger als die Serie: "Seit so langer Zeit ungeschlagen zu sein, kann auch zum Ballast werden. Zumindest diesen Druck sind wir jetzt los."

Die Dolphins waren von Anfang an angriffslustig. Nach einem langen Pass ihres US-Quarterbacks Ethan Haller auf David Schmidtmann gelang den Gastgebern bald der erste Touchdown. Es folgte der Zusatzpunkt zum 7:0. Die Offensive der Longhorns fand dagegen zunächst keinen Weg durch die Reihen der Dolphins, ehe Kasra Abrar per Fieldgoal aus 34 Yards Entfernung auf 3:7 verkürzte. Danach erreichte Paderborn allerdings erneut nach einem Heller-Pass die Endzone zum Touchdown - und der nächste Zusatzpunkt zum 14:3 folgte prompt.

Im zweiten Quarter kam es für die Gäste noch dicker, denn Paderborn zog deutlich auf 21:3 davon. Klar: Wieder war Ethan Haller der entscheidende Passgeber. "Das ist ein bärenstarker Quarterback, der wohl genauso gut in der Bundesliga spielen könnte", meinte Hap voller Anerkennung. Die drei weiteren US-Importe der Dolphins seien ebenfalls maßgeblich am Ergebnis beteiligt gewesen. "Das ändert aber nichts daran, dass wir bis zur Halbzeit unter unseren Möglichkeiten geblieben sind", fand Hap. Seine Mannschaft kam durch einen Touchdown von Florian Zuber noch auf 10:21 heran und Abrar nutzte die Chance zum Zusatzpunkt - 11:21.

Anschließend lief es besser für die Longhorns, die vor allem in der Defensive deutlich konzentrierter und sicherer agierten. In den Schlussminuten des dritten Abschnitts erreichte Florian Zuber erneut die Endzone der Dolphins. Zusammen mit dem Zusatzpunkt durch Abrar hieß es plötzlich nur noch 17:24 aus der Sicht der Gäste. Nun schlug allerdings Ethan Haller wieder zu, denn sein Pass brachte Paderborn den Touchdown zum 30:17.

Neue Spannung kam auf, als Daniel Berg den Ball in der Schlussphase in die Endzone trug und Langenfeld in der Addition mit Abrars Zusatzpunkt auf 24:30 verkürzte. "Da ist es noch einmal ruhig im Stadion geworden", sagte der Longhorns-Geschäftsführer Oliver Ulka, "aber leider konnten wir unseren letzten Drive nicht mehr für einen Touchdown nutzen. Wir sind kurz vor der Endzone gestoppt worden. Sonst hätten wir das Spiel sogar noch gewinnen können."

Letztlich blieb es bei der knappen Niederlage für die Longhorns, die nun die Hinrunde in der Regionalliga NRW hinter sich haben. Mit 8:2 Punkten sind sie weiter Tabellenführer - vor den Dolphins (6:0), deren Lage kompliziert ist. Paderborn hat aus der ersten Serie noch das Spiel gegen die Dortmund Giants vor sich. Außerdem nahm der Verband das 30:13 gegen Remscheid Amboss aus der Wertung - weil damals beide Teams nicht spielberechtigte Spieler eingesetzt hatten. Ob nun am Ende bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zwischen zwei Mannschaften über die Platzierung entscheidet, ist noch nicht klar. "Fakt ist, dass unser Heimspiel gegen Paderborn am 30. August ein Endspiel um den Aufstieg werden könnte", meint der Longhorns-Vorsitzende Mario Corosidis, "dafür müssten wir natürlich zuerst die anderen Spiele gewinnen."

(dora)