Fußball: Im Derby werden die Karten neu gemischt

Fußball : Im Derby werden die Karten neu gemischt

Auf dem Papier gehen die Fußballer des 1. FC Monheim als Favorit in das Bezirksliga-Duell beim SSV Berghausen, doch die Gastgeber brauchen Punkte im harten Abstiegskampf.

Lokalduelle zwischen dem SSV Berghausen und dem 1. FC Monheim waren in den vergangenen Jahren immer auch Partien auf Augenhöhe. Zwar landeten die Berghausener am Ende meist hinter dem FCM, in den direkten Duellen verstand es der SSV aber regelmäßig, den Nachbarn gehörig zu ärgern.

Bevor die Monheimer am Anfang dieses Jahres das Pokal-Derby mit 6:2 für sich entschieden, war es dem FCM in den sechs Partien davor nie gelungen, die Berghausener zu besiegen. Im Mai schafften die Monheimer in der Meisterschaft allerdings den nächsten Derbysieg (3:1), sodass der SSV den Status als Monheimer Angstgegner inzwischen verloren hat.

Vor dem anstehenden Duell am Sonntag (15 Uhr, Baumberger Straße) sind die Rollen daher so klar verteilt wie lange nicht mehr: Während die Monheimer die Tabelle ungeschlagen und mit einem satten Sieben-Punkte-Vorsprung anführen, muss sich der SSV, wie schon in der letzten Spielzeit, Sorgen um den Verbleib in der Bezirksliga machen. Mit 14 Punkten aus zwölf Spielen stehen die Berghausener aktuell zwar über dem Strich, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt aber nur einen Zähler. "Gegen Monheim haben wir in der Vergangenheit oft gut ausgesehen. Aber das alles zählt jetzt nicht mehr, man muss die aktuelle Situation sehen. Und dann ist Monheim klarer Favorit", sagt SSVCoach Siegfried Lehnert. Sein Gegenüber Dennis Ruess sieht das allerdings etwas anders: "Berghausen hat seine Qualität. Für mich ist das eine Mannschaft, die da unten nicht hingehört. Es wird ein schweres Spiel, bei dem am Ende die Tagesform entscheidend sein wird."

Beide Trainer hatten ihren Mannschaften ein freies Wochenende gegönnt, sodass sich angeschlagene Spieler auskurieren konnten. Dementsprechend kurz sind auf beiden Seiten auch die Listen der Ausfälle, wobei die Monheimer zuletzt dennoch eine bittere Nachricht zu verdauen hatten: Der gerade von einer Knieverletzung wiedergenesene Mittelfeldakteur Leotrim Limani riss sich kurz nach seiner Rückkehr das Kreuzband und wird den Monheimern lange Zeit fehlen. Ansonsten können Ruess und sein Mitstreiter Manuel Windges, abgesehen von den Langzeitverletzten, aus dem Vollen schöpfen. Auch die angeschlagenen Martin Zerwas, Eray Bastas und Dejan Lekic werden bis Sonntag wohl wieder fit sein.

Beim SSV muss Lehnert auf den verletzten Tobias Ockenfels (Außenbandriss) und den beruflich verhinderten Sebastian Neß verzichten. Der restliche Kader steht zur Verfügung und steht gegen Monheim trotz der Außenseiterrolle unter Zugzwang. "Eigentlich müssen wir punkten, um da unten nicht weiter reinzurutschen", sagt Lehnert, der sich gegen den Favoriten nicht verstecken will. "Wir werden nicht versuchen ein 0:0 über die Zeit zu retten. Das wird uns nämlich nicht gelingen, da bin ich sicher."

(mroe)