Fußball : Höchste Alarmstufe

Für den Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath läuft die Saison alles andere als gut. Das 0:2 beim SV Burgaltendorf war jedoch eigenes Verschulden, weil die Mannschaft von Trainer Marek Lesniak beklagenswert schlecht begann.

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath gerät immer mehr in Gefahr, denn das 0:2 (0:1) gestern auf der Asche des SV Essen-Burgaltendorf war schon das fünfte Spiel in Folge ohne einen Sieg. Der Sportliche Leiter Jörg Broch brachte die Lage der Richrather, deren bisher einziger Erfolg immer noch das 3:0 vom Saisonstart gegen den FC Remscheid ist, ziemlich griffig auf den Punkt: "Herzlich willkommen im Abstiegskampf." Fünf Zähler aus sechs Partien sind vor allem eins – viel weniger, als sich alle am Schlangenberg erhofft hatten.

Trainer Marek Lesniak konnte kaum glauben, was ihm seine Mannschaft zuerst anzubieten wagte. Einsatz, Leidenschaft, Aufmerksamkeit oder Hinwendung zum Spiel fehlten ebenso wie zündende Ideen. "Wir haben nicht ein Mal aufs Tor geschossen", sagte der TuSpo-Coach, der in der Kabine zum ersten Mal in seiner Richrather Zeit richtig laut wurde: "Das konnte man draußen hören. Wir mussten die Fenster zumachen."

Abwehr im Tiefschlaf

Die Hausherren ließen sich angesichts des ärmlichen Gäste-Auftritts nicht lange bitten und profitierten beim Treffer zum 1:0 (10.) zusätzlich vom schlafmützigen Verhalten der Richrather, die bei einem Freistoß für Essen zögerlich bis gar nicht eingriffen. Die Szene war typisch für Lesniaks Elf , die vorwiegend Fußball aus dem Stand heraus vortrug und damit offensichtlich das falsche Mittel bevorzugte. Lesniak: "Dafür gibt es keine Entschuldigung und keine Ausrede. Ich bin angefressen." TuSpo unternahm dann zwar mit gesteigertem Engagement den Versuch, über mehr Druck die Wende herbeizuführen, ging jedoch leer aus.

Mittel wieder verkehrt

Nach dem 0:2 (75.) durch einen noch abgefälschten Distanzschuss hätte Marius Reiter vielleicht für neue Spannung sorgen können, aber sein Heber landete am langen Pfosten (77.). Lesniak fand die Wahl des Mittels wiederum verkehrt: "Den hätte er fester nehmen müssen." Richrath muss ohnehin manches anders sehen und erst vollständig erkennen, dass der Abstiegskampf droht.

(RP)
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