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Fußball: Höchste Alarmstufe: Talfahrt geht weiter

Fußball : Höchste Alarmstufe: Talfahrt geht weiter

Fußball-Oberligist SF Baumberg spielte bei der 0:3-Heimniederlage gegen den bisherigen Letzten VfR Krefeld-Fischeln wie ein Absteiger. Trainer Jörg Vollack erkannte mit Recht einen krassen Widerspruch zwischen Anspruch und Leistung.

Das Schlimmste an der Niederlage war, dass plötzlich nicht mal mehr die Leistung stimmte. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) Probleme damit, gute Resultate einzufahren — konnte dabei aber wenigstens aus den überwiegend guten Vorstellungen Zuversicht für den weiteren Kampf um den Klassenerhalt ziehen. Beim schwachen 0:3 (0:2) gegen den bisherigen Letzten VfR Krefeld-Fischeln stimmte nichts — weder das Ergebnis noch die fußballerische Darbietung. "Das war eine Katastrophe", fand Trainer Jörg Vollack, "die Ansprüche, die die Mannschaft formuliert, stimmen einfach nicht mit dieser Leistung überein. Natürlich habe ich die Verantwortung für die Mannschaft, aber die gebe ich weiter. Entweder einige hören nicht zu — oder man muss die Qualitätsfrage stellen, wenn von besprochenen Dingen nicht mal zehn Prozent umgesetzt werden."

Abgemeldet: Auch Torjäger Michael Rentmeister (links) fand diesmal für die in Not steckenden Sportfreunde so gut wie gar nicht statt. Foto: Matzerath

Gegen Krefeld ließ Vollack dieselbe Elf auflaufen, die zuletzt das Spitzenteam TuRU Düsseldorf vorübergehend am Rande einer Niederlage hatte (2:4). Erstaunlich: Einen Blitzstart erwischten nur die Gäste, die bereits nach vier Minuten durch Moritz Steiner das 1:0 erzielten. Das frühe Führungstor verlieh dem VfR viel Sicherheit, während Baumberg immer mehr Belastung mit sich herumschleppte. Die Sportfreunde kamen überhaupt nicht in die Partie und auch bei Krefeld schlichen sich im Aufbau immer wieder Fehler ein.

Wenn es die Gäste allerdings kontrolliert in die Hälfte der Hausherren geschafft hatten, sorgte die Krefelder Offensive besonders in der Anfangsphase oft für Gefahr. Auf der anderen Seite war nach einer Viertelstunde eine technische Überlegenheit der Sportfreunde festzustellen. Vollacks Elf bekam das Spiel besser in den Griff, doch der Ball bewegte sich fast ausschließlich im Mittelfeld — weil die Gäste mit Herz und Leidenschaft verteidigten. Vor allem das Zentrum war dicht. Die einzige gute Torgelegenheit für die Sportfreunde bot sich Louis Klotz, dessen Volleyschuss der Gästekeeper jedoch parieren konnte (25.).

Nach einem kurz ausgeführten Freistoß besorgte erneut Moritz Steiner mit einer schönen Direktabnahme das 2:0 für Krefeld (37.), ehe Vollack in der Pause zweimal wechselte. Wiren Bhaskar kam für Salah El Halimi und in Ali Daour kam für Mittelfeldspieler Markus Bryks ein zweiter Stürmer auf den Platz. Zunächst mussten die Sportfreunde aber froh sein, dass die Gäste keine ihrer vielen Kontergelegenheiten zu Beginn des zweiten Durchgangs konsequent ausspielten. Wirklich ärgern musste sich Krefeld darüber trotzdem wenig, weil die Baumberger Bemühungen weiterhin erstaunlich harmlos wirkten.

Mehr als einige Halbchancen für Hayreddin Maslar (63.), Louis Klotz (67.) oder Uwe Brüggemann (75.) entsprangen aus den bescheidenen Bemühungen nicht. Als Krefelds Kevin Breuer nach einer Beleidigung gegen Marcel Löber fünf Minuten vor Schluss die Rote Karte sah (85.), flammte bei Baumberg dennoch kurz Hoffnung auf. Der winzige Lichtblick war dann bereits eine Minute später zerstört, als sich Philipp Grund gegen drei Baumberger Verteidiger durchsetzte und das 3:0 markierte (86.). Am Ende stimmte eben nicht mal mehr die Leistung bei den Sportfreunden.

(mroe)