Lokalsport: Handballer zeigen ihre alten Stärken

Lokalsport: Handballer zeigen ihre alten Stärken

Der Regionalliga-Zweite SG Langenfeld wirkte sehr konzentriert und gewann in Köln-Wahn überzeugend mit 35:26.

So sieht doch viel eher eine Mannschaft aus, die im Kampf um die Meisterschaft eine zentrale Rolle einnimmt. Und weil der Handball-Regionalligist SG Langenfeld (SGL) von der ersten Minute an mit voller Konzentration und passendem Einsatz ans Werk ging, betrieb er in der Partie beim TV Jahn Köln-Wahn erfolgreich Wiedergutmachung für die Pleite aus der Woche zuvor. Mit dem 35:26 (23:13) zeigte der Tabellenzweite, dass er das 23:35 gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II entsprechend aufgearbeitet und in die Schublade mit den einmaligen Ausrutschern gelegt hat. An der Spitze geht deshalb der Zweikampf zwischen dem Ersten TSV Bonn rrh. (32:8 Punkte) und dem Drittliga-Absteiger SGL weiter, der längst gute Chancen auf den direkten Wieder-Aufstieg hat (31:7).

"Das war eine sehr vernünftige Leistung", fand Langenfelds Trainer Jurek Tomasik, "wir haben spielerisch überzeugt." Ein Lob gab es allerdings nicht nur für die eigene Mannschaft, sondern auch für die jungen Unparteiischen Leonard Bona und Malte Frank, die aus Remscheid stammen. "Die beiden waren ganz sicher und haben super geleitet, sehr unauffällig", urteilte Tomasik, der ansonsten während eines Spiels immer mal wieder seine Unzufriedenheit mit dem einen oder anderen Pfiff deutlich ausdrückt. Diesmal lief alles von Beginn an in geordneten Bahnen - was genauso auf den Auftritt der SGL zutraf. Langenfeld führte nach dem Anpfiff immer und bereits in der dritten Minute mit 3:0. Übers 9:4 (11.), 13:6 (18.) und 17:10 (23.) zogen die Gäste bis zur Pause beim 23:13 (30.) auf zehn Tore weg. Die Partie war damit fast gelaufen, und Tomasik nutzte die Gelegenheit, die Einsatzzeiten auf alle zu verteilen: "Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr rotiert."

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In Köln feierte ein Spieler sein Comeback in der ersten Mannschaft, der dort in den vergangenen Jahren immer eine feste Größe und an allen Erfolgen beteiligt war: Kreisläufer Andreas Nelte (35), der inzwischen im Verbandsliga-Team zu Hause ist. Tomasik wollte Nelte dabei haben, um hinten eine Alternative für den Mittelblock zu besitzen - weil der erkrankte Nils Raschke fehlte. Die Deckung, vor Wochenfrist eine Ansammlung großer Löcher, präsentierte sich dann tatsächlich gefestigt. Hinter der Abwehr hielt zudem Torhüter Alexander Riebau stark. Vorne hielt Regisseur André Eich die Fäden in der Hand, der zudem mit neun Treffern - darunter fünf verwandelte Siebenmeter - der beste Werfer war. Die Rückraum-Kollegen Maurice Meurer (links/acht Tore), Felix Korbmacher (links/vier) und Henrik Heider (rechts/vier) sorgten ebenfalls für viel Druck auf die Defensive der Hausherren. Die SGL sah eben wieder wie eine Mannschaft aus, die im Kampf um die Meisterschaft eine zentrale Rolle einnimmt.

SG Langenfeld: Bremer, Riebau - Heider (4), Wolter, Preissegger (3), Heyde (2), Adams (4), Schirweit (1), Korbmacher (4), Eich (9/5), Meurer (8), Nelte.

(RP)