Lokalsport: Handballer lieben höchsten Einsatz

Lokalsport: Handballer lieben höchsten Einsatz

Der Regionalligist SG Langenfeld ist Zweiter und erwartet die Wölfe Nordrhein.

Die Frage drängt sich auf: "Was wäre, wenn?" Die nach dem Abstieg aus der 3. Liga in die Handball-Regionalliga abgestiegenen Handballer der SG Langenfeld (SGL) nehmen ja nach den ersten acht Spielen mit 14:2 Zählern den zweiten Platz ein. Damit liegen sie hinter dem TSV Bonn rrh. (16:2) und vor der SG Ratingen (12:4). Unter dem Strich passt die aktuelle Position punktgenau zu den Vorstellungen des Sportlichen Leiters Dennis Werkmeister, der vor der Saison ein hohes Ziel ausgegeben hatte: "Wir wollen unter die besten drei Teams. Es darf nicht passieren, dass wir in der Nordrheinliga dahindümpeln." Dass sich die Mannschaft bisher derart weit vorne positioniert hat, ist trotzdem eine Überraschung - weil Langenfeld gravierende personelle Probleme hat. Was wäre, wenn der Kader komplett wäre?

Am vergangenen Wochenende fehlten nicht nur die Langzeitverletzten Mirko Stolley, Steffen Hambrock und Henrik Heider, sondern auch Jan Schirweit, Philipp Wolter (beide verletzt) und Regisseur André Eich (berufliche Gründe). Trotzdem gelang nach dem 19:23 (45.) noch ein 26:25 bei der DJK Adler Königshof. Zwei Tage später stand dann fürs Halbfinale des HVN-Pokals bei der SG Ratingen zusätzlich der erkrankte Rückraumspieler Maurice Meurer auf der Liste der Ausfälle. Langenfeld hielt bis zum 19:20 (35.) dagegen, ehe die Fehlerquote doch stieg und der Klassen-Konkurrent zum 36:28-Sieg wegziehen konnte.

  • Lokalsport : Flexibel: Langenfeld beherrscht Aldekerk

In Ordnung findet Trainer Jurek Tomasik vor allem, wie sich seine Spieler gegen die missliche Lage stemmen: "Die Mannschaft fightet, fightet, fightet. Mich freut sehr, dass wir eine geschlossene Einheit sind." So gelang es auch, die bisherigen vier Heimspiele in der neuen Saison trotz durchaus kritischer Phasen am Ende erfolgreich zu gestalten.

Heute Abend (19 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) wartet im Heimspiel gegen den Siebten HC Wölfe Nordrhein (8:8 Punkte) die nächste schwierige Aufgabe. Der schon zuletzt aus dem Verbandsliga-Team ausgeliehene Linkshänder Christian Majeres hilft erneut aus. Weil Maurice Meurer zurückkehrt und eventuell sogar Steffen Hambrock wieder in den Kader rücken kann, gibt es vielleicht etwas mehr personelle Auswahl. Tomasik: "Wir wollen das Bestmögliche herausholen." Mit einem "Was wäre, wenn" beschäftigt er sich nicht.

(RP)