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Handball: Handball-Langenfeld will hoch hinaus

Handball : Handball-Langenfeld will hoch hinaus

Der Oberligist steht bereits in der Vorbereitung auf die nächste Saison. Der Vizemeister der vergangenen Saison peilt erneut eine Top-Platzierung an. Trainer Leszek Hoft sieht die verstärkte Mannschaft personell sehr gut aufgestellt.

Fünfter, Fünfter, Zweiter. Die Ergebnisse am Ende der drei Spielzeiten zeigen, dass die Handballer der SG Langenfeld (SGL) in der Oberliga relativ schnell nach dem Aufstieg ihren festen Platz gefunden haben. Ob und wie es noch ein Stück weiter nach vorne gehen kann, wird sich noch zeigen müssen. Der Blick zur 3. Liga bedeutet, dass sich viele Basisdaten verändern sollten - organisatorisch, finanziell und personell. Trotzdem will Trainer Leszek Hoft mit seinem Team den nächsten Schritt bewältigen. Und weil dafür viel Arbeit zu erledigen ist, hat Langenfeld bereits in dieser Woche mit den Vorbereitungen für die kommende Saison 2014/2015 begonnen. Zum Vergleich: Ratingen, der Meister der Oberliga Niederrhein, kämpft derzeit noch gegen den Longericher SC aus der Oberliga Mittelrhein um den Aufstieg zur 3. Liga. Und Langenfelds Zweite beendet sogar erst in einer Woche ihre Landesliga-Saison.

"Nach der Vizemeisterschaft sind wir verpflichtet, ganz oben mitzuspielen", sagt Hoft, "und das ist sicher auch unser Ziel." Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, standen bereits in dieser Woche die ersten Trainingseinheiten auf dem Programm. "Phase eins" nennt das der Coach, der inzwischen auch in einer internen Sitzung seine Vorstellungen detailliert erläuterte. Ab dem kommenden Montag geht es bereits intensiver zur Sache, um die individuellen Fähigkeiten in der Bereichen Technik und Taktik zu verfeinern. Anschließend gibt es im Juni den Schwerpunkt mit Spielkonzepten vor allem in Kleingruppen, ehe der Juli weitgehend für den Urlaub reserviert bleibt. Im August beginnt dann die heiße Phase der Vorbereitung, zu der sicher zahlreiche Testspiele gehören werden.

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Hoft ist sehr zuversichtlich, dass Langenfeld sowohl den steigenden sportlichen Anforderungen als auch den allmählich wachsenden Ansprüchen gerecht zu werden vermag. "Wir sind in der Breite besser aufgestellt", betont der erfahrene Coach. Durch die Neuen Tim Lipperson, Lars Lipperson (beide kommen vom Drittliga-Absteiger ART Düsseldorf), Frederic König und Max Adams (beide vom Klassenkonkurrenten Bergischer HC II) dürfte tatsächlich gewährleistet sein, dass die SGL etwa Ausfälle ohne größeren Schaden bearbeiten kann. Hoft: "Jetzt sind wir auf jeder Position doppelt besetzt." In der vergangenen Serie war bisweilen viel Improvisieren erforderlich - unter anderem auf der rechten Seite, als Christian Majeres lange verletzt ausfiel und Sven Kniesche wegen eines Auslands-Aufenthaltes nicht regelmäßig an Bord sein konnte. Nun kommt in Max Adams sogar ein dritter Linkshänder hinzu, der im Rückraum zumindest aushelfen kann.

Zentral wichtig ist für Langenfeld die noch engere Verzahnung zwischen erster und zweiter Mannschaft, die durch ihre bisher makellose Saison beizeiten als Aufsteiger aus der Landesliga in die Verbandsliga feststand - und damit nur eine Klasse unter der SGL-Ersten zu Hause ist. Leszek Hoft und sein Co-Trainer Dennis Werkmeister, der zugleich als Coach für Langenfeld II die Verantwortung trägt, verfolgen einen klaren Plan: "Es geht darum, dass wir einen roten Faden haben." Soll heißen: Falls ein Spieler aushelfen muss und er vorher sowohl defensiv wie offensiv mit denselben Ideen gearbeitet hat, funktioniert die Umstellung einfacher.

Heute Abend wird sich Hoft das letzte Heimspiel der zweiten Mannschaft ansehen, die um 17.30 Uhr als klarer Favorit gegen Mettmann-Sport II antritt. Etwas später wird der Langenfelder Trainer mit Interesse abrufen, wie die SG Ratingen 2011 nach dem 28:22-Erfolg aus dem Hinspiel durch das Qualifikations-Rückspiel beim Mittelrhein-Vertreter Longericher SC gekommen ist. Steigt Ratingen wirklich in die 3. Liga auf, hätte die SGL für die kommende Saison im Kampf um die Top-Platzierungen einen sehr ernsthaften Kontrahenten weniger. Sollte die SG mit dem früheren Nationalspieler Richard Ratka als Trainer den Sprung nach oben irgendwie noch verpassen, will sie das Versäumte im Jahr darauf nachholen.

Daneben dürften mindestens auch die Bergischen Panther (in der abgelaufenen Saison auf Rang sechs gelandet) und die Borussia aus Mönchengladbach (zuletzt Dritter) wieder Ansprüche auf die Meisterschaft anmelden. Außerdem bleibt abzuwarten, mit welchem Personal der aus der 3. Liga absteigende Nachbar ART Düsseldorf antreten kann. "Wir werden da vorne sicher vier oder fünf starke Mannschaften haben", vermutet Leszek Hoft. Klar: Mit dem letzten Platz in einem solchen Quintett will sich Langenfeld nicht mehr begnügen. Eine präzisere Zielvereinbarung soll es aber erst in Phase drei der Vorbereitung geben. So viel Zeit muss sein.

(RP)