Fußball : Glücklicher gehts kaum

Im Derby der Fußball-Landesliga gelang dem Tabellenzweiten SF Baumberg erst in letzter Minute das Siegtor zum 2:1 gegen den HSV Langenfeld. Kosta Knezevic war nach einem misslungenen Abschlag der Gäste zur Stelle.

Vor dem Derby in der Fußball-Landesliga galten die Sportfreunde Baumberg (SFB) gegen den Tabellenzwölften HSV Langenfeld als klarer Favorit. Doch am Ende stand fest: Für den Außenseiter war mehr drin. Durch einen Treffer ihres Stürmers Kosta Knezevic siegten die Baumberger in der Nachspielzeit glücklich mit 2:1 (1:0).

"Das war von beiden kein gutes Spiel. Meine Mannschaft hätte sich nicht beklagen dürfen, diese Partie noch zu verlieren. Das war Kreisliga-Niveau und von uns eine Katastrophe. Das Gute ist, dass wir dennoch drei Punkte einfahren konnten", fand SFB-Trainer Thomas Klimmeck.

Für die Sportfreunde ging es perfekt los, denn direkt den ersten Angriff (über Jonas Hergesell) schloss Timo Schumacher mit einer Bogenlampe zum 1:0 ab (2.). Danach hatte Baumberg eine weitere Viertelstunde die optische Überlegenheit, tat allerdings im weiteren Verlauf zu wenig, um mehr Tore zu erzielen.

Langenfeld konnte den ersten Abschnitt sogar überraschend ausgeglichen gestalten und die HSV-Abwehr stand nach dem frühen Gegentreffer sicher. Im Angriff gelang den Gästen zunächst jedoch wenig.

Viele gute Chancen

Der frühere Baumberger Stefan Laschewski verpasste die beste Gelegenheit (23.). Baumberg vergab auf der anderen Seite die Chance, seine knappe Führung vor der Pause auszubauen. Tose Cuskarevski (37./Kopfball an die Latte), Necati Ergül und Patrick Dehn (45.) scheiterten bei ihren Möglichkeiten.

Nach dem Seitenwechsel war der HSV das aktivere Team. Der Außenseiter verschenkte allerdings innerhalb weniger Minuten einige Möglichkeiten. Laschewski (49./Kopfball an den Pfosten), Tobias Kirchhof (50./Außennetz) und Christian Engels (52./Kopfball) hätten bereits das 1:1 erzielen müssen.

So bescherte erst ein Abstimmungsfehler zwischen SFB-Keeper Sascha Hanft und Verteidiger Thorsten Merkel den Gästen das gerechte 1:1 (77.). Nutznießer dieser Szene an der Strafraum-Grenze war Michael Dahmen, der den Ball bloß ins leere Gehäuse einzuschieben brauchte.

Einsatz ohne Belohnung

In der spannenden Schlussphase erhöhten die Platzherren das Tempo — was spät zum Erfolg führte. Nach einem misslingenen Abschlag von HSV-Keeper Tobias Lehnert erzielte Knezevic das Last-Minute-Tor zum 2:1-Endstand (90+1). "Wir hatten uns hier keine Punkte ausgerechnet. Aber nach dem Spielverlauf wäre ein Punkt mehr als verdient gewesen. Schade, dass meine Jungs für ihren tollen Einsatz nicht belohnt wurden", urteilte HSV-Trainer Guido Röhrig.

(RP)