Lokalsport: Giants wollen Favoritenschreck sein

Lokalsport: Giants wollen Favoritenschreck sein

Die Bayer-Basketballer sind in der ProB in Zugzwang. Sie benötigen dringend weitere Siege, um die anvisierten Play-offs in der zweiten Liga zu erreichen. Zu Gast ist heute Abend aber ausgerechnet der Tabellenführer aus Elchingen.

Es klingt zwar abgedroschen, doch die ProB-Süd ist in dieser Saison tatsächlich unheimlich ausgeglichen. Dass jeder jeden schlagen kann, haben die Bayer Giants als Favorit bereits zu spüren bekommen. Jetzt ist es an der Zeit, die Außenseiterrolle mit Bravour zu spielen. Heute sind ab 19.30 Uhr die Baskets Elchingen zu Gast in der Ostermann-Arena. Der Spitzenreiter hat in dieser Saison erst drei Mal verloren.

Die Bayern unterlagen dabei mit den Iserlohn Kangaroos und den Gießen 46ers Rackelos zwei anderen Topteams. Kurz vor Weihnachten setzte es aber eine 97:105-Pleite beim BBC Coburg, der inzwischen auf den vorletzten Rang zurückgefallen ist. "Dass wir Elchingen schlagen können, haben wir im Hinspiel gesehen", sagt Bayer-Coach Achim Kuczmann. "Unser Ex-Spieler Marin Petric hatte einen sehr guten Tag erwischt, sonst hätte das auch anders ausgehen können." 18 Ballverluste waren ebenfalls mitentscheidend für die 79:90-Niederlage in Elchingen. Um gegen den Spitzenreiter zu bestehen, benötigen die Leverkusener in jedem Fall eine hervorragende Leistung. "Nominell ist sind die Baskets das am besten besetzte Team der ProB", betont Kuczmann.

Mit Hayden Thomas Lescault verfügt die Truppe über einen sehr erfahrenen US-Amerikaner, der in dieser Saison bereits 255 Punkte erzielt hat. Noch besser trifft der Kroate Jere Vucica mit 261 Zählern. Ebenfalls stark präsentieren sich Brian Butler, Filmore Beck und Kristian Kuhn, die keine Ausländerposition einnehmen. Und eben Kapitän Petric, der auch mit fast 38 Jahren immer wieder ein gutes Spiel im Köcher hat.

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"Viel spricht in Elchingen für einen Aufstieg in die ProA", sagt Kuczmann. "Nur die geforderte Hallenkapazität von 1500 Zuschauern bereitet dem Verein Probleme." Derzeit fasst die Brühlhalle nur 1400 Personen. In der mehr als doppelt so großen Ostermann-Arena wäre das Publikum froh, in dieser Saison überhaupt Play-off-Spiele sehen zu dürfen. Denn vier Spieltage vor Schluss steht die Teilnahme noch auf Messers Schneide.

"Wir wissen alle, in welcher Lage wir sind. Deshalb können wir auch gegen den Tabellenführer nicht ohne Druck antreten", erläutert der Coach. Nur einen Sieg Vorsprung haben die Giants auf Bayern München II, das von unten drängt. Etwas mehr Ballsicherheit als zuletzt bei der 65:81-Pleite in Frankfurt wird die Mannschaft allerdings benötigen. 20 sogenannte Turnover waren ein unnötiger Rückfall in die schwache erste Saisonhälfte.

(RP)