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Lokalsport: Giants wachsen gegen die Lions über sich hinaus

Lokalsport : Giants wachsen gegen die Lions über sich hinaus

Mit dem 87:66 gegen den Tabellenführer aus Karlsruhe melden sich die Zweitliga-Basketballer im Aufstiegsrennen zurück.

Die letzten zwei Minuten wird auf den Rängen stehend angefeuert - das war schon vor Jahrzehnten so, als die Ostermann-Arena noch Wilhelm-Dopatka-Halle hieß. Gestern standen die rund 800 Besucher in der Rundsporthalle aber schon lange vorher - ohne spezielle Aufforderung durch Kult-Hallensprecher Richie Seifert. Denn das, was die Fans der Bayer Giants im Topspiel gegen Tabellenführer PS Karlsruhe zu sehen bekamen, verlangte geradezu nach Standing Ovations.

"Die Mannschaft weiß, was sie kann, aber dass es dann so laufen würde - daran denkt man eigentlich vorher nicht", meinte Headcoach Achim Kuczmann nach der Schluss-Sirene. Mit 87:66 (43:31) besiegten die Riesen den bis dahin auswärts noch ungeschlagenen Spitzenreiter der Pro B-Süd und gaben damit nur eine Woche nach dem Fehlstart gegen Weißenhorn ein beeindruckendes Statement ab, was die eigenen Ambitionen betrifft.

"Wir haben jetzt zweimal den Tabellenersten geschlagen. Darauf kann die Mannschaft stolz sein", bemerkte der Giants-Coach. Beeindruckend war dabei vor allem die Art und Weise. Bayer dominierte die Partie von Anfang an. Dino Jakolis Korbleger zum 2:0 blieb die einzige Gäste-Führung im gesamten Spiel. Die Giants, immer wieder angetrieben vom Trio Tim Schönborn, Brandon Nazione und Kerry Carter, antworteten mit einem 9:0-Lauf und zogen davon.

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Lediglich Anfang des zweiten Viertels konnten die Lions noch einmal herankommen (20:18), aber die Giants konterten mit Götz Twiehoff. Es sollte der letzte ernsthafte Versuch einer Aufholjagd sein. "Dass wir die beste Mannschaft der Liga 40 Minuten komplett kontrollieren können, ist fantastisch. Wir konnten wechseln wie wir wollten - und niemand ist abgefallen", schwärmte Kuczmann.

Die Offensive nutzte ihre Chancen (47 Prozent aus dem Feld sowie insgesamt 14 Dreier) und die Freiwurfquote war mit 76 Prozent ebenfalls stark. Dem Angriff stand die Defensive in Nichts nach. "Wir haben hinten die ganze Zeit beherzt zugepackt. Dass wir alle Viertel gewonnen haben beweist, dass wir bei der Konzentration nie nachgelassen haben." Das war für Kuczmann der Hauptunterschied zur Weißenhorn-Pleite. Auch da hatte sein Team zunächst überzeugt, aber dann stark abgebaut. Diesmal gab es insgesamt nur wenig zu beanstanden. Für die Rückeroberung von Platz drei reichte der Erfolg gegen Karlsruhe zwar nicht, aber als doppelter Bezwinger des Tabellenführers dürften die Giants nun anders von der Konkurrenz wahrgenommen werden. Kuczmann: "Das Spiel vergangene Woche war ärgerlich, aber nun haben wir gezeigt, warum wir da oben stehen. Wir machen jetzt genau so weiter."

Giants: Carter (17), Nazione (16), Smith (6), Twiehoff (9), Linßen (9), Schönborn (18), Kuczmann (3), Merkens (5), Blessig (4), Dahlem, Braun, Legankovas.

(RP)