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Handball: Gefunden: SGL hat noch Ziele

Handball : Gefunden: SGL hat noch Ziele

Die Situation ist verlockend. Nach ganz vorne wird sich der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) nicht mehr orientieren können und nach unten nicht mehr orientieren müssen. Die 19:9 Punkte und Platz fünf könnten demnach dazu führen, die Begeisterung fürs gemeinsame Werk auf Sparflamme zurückzufahren. SGL-Trainer Heino Kirchhoff hört ja nach dieser Saison sowieso auf und die Gedanken etwa an die 3. Liga gelten im Verein zumindest derzeit ohnehin als streng verbotener Bereich. Gleichzeitig dürfte die Mannschaft, die am Sonntag (11.15 Uhr) beim Achten MTV Rheinwacht Dinslaken antritt, den sicheren Klassenerhalt als oberstes Saisonziel gar nicht mehr verspielen können. Um für den Rest der Serie trotzdem eine tragfähige Basis zu finden, gabs am Anfang der Woche eine Mannschaftssitzung.

Das Ergebnis: Team und Trainer erarbeiteten gemeinsam, dass es durchaus noch ein paar lohnende Projekte gibt. Der erste Punkt hat mit dem ruckeligen 27:23 zuletzt über die gefährdete SG Dülken zu tun, das in zahlreichen Punkten nicht mal bescheideneren Ansprüchen genügte. "Wir können sicher besser spielen", sagt Kirchhoff, der auch eine klare Steigerung erwartet.

Der zweite Punkt ergibt sich aus der jüngeren Geschichte. Im zweiten Jahr seiner Oberliga-Zugehörigkeit wartet Langenfeld weiter auf den ersten Sieg gegen Borussia Mönchengladbach (bisher 24:33, 24:25, 21:24) und den TV Aldekerk (26:28, 28:32, 25:29). Außerdem schwebt Langenfeld eine Revanche fürs unglückliche 22:23 aus der Hinrunde bei den Bergischen Panthern vor. Weil sich letztlich alle Beteiligten einig wurden und der Auftritt der SGL in Dinslaken erst morgen folgt, erreichte die Belastung im Übungsprogramm mit dem Blick auf die nächsten Aufgaben ein etwas höheres Niveau als üblich.

Den Gastgeber Dinslaken hält Kirchhoff "wegen der Personalie Timofte" immer für eine gefährliche Größe. MTV-Spielertrainer Marius Timofte gehört selbst mit 45 Jahren zu den auffälligsten Spielern in der Oberliga — und bei ihm laufen sämtliche Fäden auf dem Feld zusammen. "Da müssen wir uns etwas einfallen lassen", weiß Kirchhoff, den immerhin das 32:28 aus der Hinrunde zuversichtlich stimmt. Seinerzeit erzielte der sorgfältig beobachtete Timofte nur zwei Treffer und für seine Verhältnisse wenig Wirkung.

(RP/ac)