Fußball: Ganz klar: Baumberg braucht drei Punkte

Fußball : Ganz klar: Baumberg braucht drei Punkte

Der Fußball-Oberligist hofft, dass er seinen missratenen Start in die Saison endgültig hinter sich lassen kann. Das 1:1 in Hönnepel-Niedermörmter war ein Anfang. Am Sonntag kommt der Letzte Homberg, der ebenfalls unter Druck steht.

Eine gedankliche Reise in die Vergangenheit mag unterhaltsam sein. Dazu sollte es sich aber um vorwiegend schöne Erinnerungen handeln. Der vorliegende Fall liegt jedoch etwas anders - und deshalb will es der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) diesmal besser machen. Vor einem Jahr gab es nach zwei Auftakt-Niederlagen ein 1:1 - wie jetzt auch, denn auf das 0:5 beim MSV Duisburg U 23 folgten ein 0:3 gegen den VfR Krefeld-Fischeln und ein 1:1 beim SV Hönnepel-Niedermörmter. Setzt die Mannschaft des neuen Trainers Marc Schweiger ihren Parallel-Slalom fort, gibt es jetzt wieder ein Unentschieden und den ersten Saisonsieg erst am achten Spieltag. Folge daraus: Die Partie am Sonntag (15 Uhr, MEGA-Stadion, Sandstraße) gegen den Tabellenletzten VfB Homberg bringt lediglich einen Zähler.

Baumbergs Trainer Marc Schweiger erkennt einerseits, dass Druck auf seinem Team lastet. "Natürlich brauchen wir einen Sieg, um unsere Situation zu verbessern", sagt der SFB-Coach. Andererseits geht er davon aus, dass ein Dreier kein Selbstläufer wird: "Dass wir einen Sieg brauchen, heißt ja nicht, dass es auch einer wird. Und für Homberg gilt das alles genauso." Das lässt sich einfach in der Tabelle ablesen, denn der ans Tabellenende abgerutschte VfB hat gar keinen Zähler auf dem Konto - 1:2 gegen die SSVg. Velbert, 0:5 beim SC Kapellen/Erft, 1:3 gegen den TV Jahn Hiesfeld.

Der Punkt beim Vorjahresmeister Hönnepel-Niedermörmter war für die Sportfreunde verdient, aber auch teuer. Angreifer Marcel Kalski und Defensivmann Christian Beckers sahen jeweils umstritten die Gelb-Rote Karte, die für beide eine Sperre für eine Partie nach sich zieht. Weil Baumberg seine Elf mal wieder umbauen muss, kommt das Comeback der zuletzt fehlenden Marcel Löber für die Defensive und Ivan Pusic für die Offensive doppelt gelegen. Ob Top-Angreifer Pusic, der private Dinge in Kroatien zu erledigen hatte, direkt in die Startelf rückt, steht bisher nicht fest. Bleibt der 29-Jährige erst einmal draußen, hat Schweiger die Wahl zwischen Ali Daour und Necati Ergül.

"Ich halte Homberg für einen starken und robusten Gegner", sagt der SFB-Coach, "die sind seit Jahren in der Liga etabliert. Für uns wird das ein ganz harter Brocken." Ganz sicher wird das zweite Saison-Heimspiel jedoch zeigen, wohin der Weg der Gastgeber führen könnte. Dabei muss Hönnepel als Maßstab dienen, wie Schweiger bestätigt: "Da waren Kampf und Leidenschaft da, also die Grundtugenden. Nur so und nicht anders geht es."

Warten müssen die Sportfreunde auf den ersten Einsatz ihres Zugangs Kosi Saka, der vom Regionalligisten KFC Uerdingen gekommen ist. Der Wechsel, den die Sportfreunde lieber früher über die Bühne gebracht hätten, zog sich hin. Der spielstarke 28-Jährige musste in Uerdingen noch vertragliche Dinge klären - die jetzt offensichtlich erledigt sind, sodass die offizielle Verpflichtung doch rechtzeitig vor dem 31. August (Ende der Wechselperiode) unter Dach und Fach war. Der defensiv wie offensiv vielseitig verwendbare Saka, der 2005/2006 und 2006/2007 zum Bundesliga-Kader von Borussia Dortmund gehörte, wird sein Debüt für Baumberg wohl erst im Oktober geben, weil er aktuell dabei ist, eine Verletzung (Knie) vollständig zu überwinden. Anschließend soll er dann ins Mannschaftstraining einsteigen.

(RP)