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Handball: Für Trainer Leszek Hoft zählt nur der Sieg

Handball : Für Trainer Leszek Hoft zählt nur der Sieg

Handball-Oberligist SG Langenfeld will durch einen Erfolg über den Dritten TV Jahn Hiesfeld seinen zweiten Tabellenplatz verteidigen.

Mit Quervergleichen ist das so eine Sache. Bisweilen sagen sie eher wenig aus oder sie führen sogar zu falschen Schlüssen. Vor dem Heimspiel des Handball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) heute (18 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den TV Jahn Hiesfeld sieht die Lage aber ein bisschen anders aus, denn beide Teams weisen in einem Punkt identische Werte aus. Die jeweils drei Saisonsiege und 6:2 Punkte holten sowohl die SGL als auch die Gäste aus Duisburg gegen die DJK Adler Königshof, den TuS Wermelskirchen und den TuS Treudeutsch Lank. Kein Wunder: Sogar die Tordifferenz ist identisch. "Das sieht tatsächlich nach einem Duell auf Augenhöhe aus", findet SGL-Trainer Leszek Hoft, "das wird keine ganz einfache Aufgabe."

Im Spiel eins nach dem begeisternden Top-Krimi zuletzt gegen den TV Aldekerk (31:34) will Langenfeld durch eine ähnlich leidenschaftliche Vorstellung weiter Eigenwerbung betreiben. Für Lob von außen ist Leszek Hoft dabei immer offen – und genauso offen gibt er zu, dass ihn das jüngste Resultat immer noch ärgert: "Ich verliere nicht so sehr gerne." Allein daraus ergibt sich sein Ziel fürs Duell mit Hiesfeld. "Für uns zählen nur zwei Punkte", betont Hoft, "das ist doch klar."

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Der Weg zum Erfolg hält aber das eine oder andere Hindernis bereit. Für die linke Seite im Rückraum wird die SGL erneut nach Lösungen suchen müssen, weil der verletzte Dawid Rosiak noch lange ausfällt (Syndesmoseband gerissen). Viel spricht aber dafür, dass erneut der junge Mirko Stolley (20) beginnt, der zuletzt sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte – dem sein Trainer aber eine Menge zutraut. Ein Problem droht die Besetzung der Torhüter-Position zu werden, auf der Langenfeld am Anfang der Saison durch starke Leistungen verwöhnt war. Nun ist Tobias Hanke allerdings angeschlagen (Leiste/im Training nur sehr vorsichtig mit Laufübungen beschäftigt) und Tobias Geske deshalb vielleicht die einzige Stamm-Besetzung für den Posten zwischen den Pfosten.

Treibende Kraft für die meisten offensiven Aktionen der Langenfelder ist derzeit ohne Frage Spielmacher André Eich, der bislang auch die meisten Treffer erzielt hat – 32 in vier Begegnungen. Nach Abzug der Siebenmeter bleiben 22 Feldtore übrig, sodass der Regisseur in der bereinigten internen Rangliste "nur" auf dem zweiten Platz liegt. Die Spitzenposition nimmt Christian Majeres ein, dessen 27 Treffer einen Schnitt von 6,75 Toren pro Partie bedeuten. Der Linkshänder, nach dem Karriere-Ende des Neuzugangs Lars Oberdick (Knie) der einzige für den rechten Rückraum vorgesehene Spieler, wirkt derzeit stabiler als in der Vergangenheit.

Die Statistik aus den vier Vergleichen aus bisher zwei gemeinsamen Oberliga-Jahren spricht relativ klar für Langenfeld, das noch nie gegen Hiesfeld verloren hat. Aus der Saison 2011/2012 nach dem Aufstieg stammen das 29:24 und das 25:20 für die SGL, die in der Serie 2012/2013 mit 25:19 und mit 29:23 gewann. Mit reichlich viel gutem Willen ließe sich daraus ein Trend ableiten – erst fünf Tore Differenz, dann sechs und jetzt vielleicht sieben. Von so viel mathematischer Theorie mag Langenfelds Trainer Leszek Hoft aber wenig wissen. Gemeinsam mit seiner Mannschaft bevorzugt er lieber den Kampf und die Leidenschaft.

(RP)