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Fußball: Für Trainer Jörg Vollack ist alles drin

Fußball : Für Trainer Jörg Vollack ist alles drin

Fußball-Oberligist SF Baumberg steht bei TuRU Düsseldorf mit Sicherheit vor einer sehr schwierigen Aufgabe.

Auf den Fußball-Oberligisten SF Baumberg (SFB) wartet nach dem 1:1 gegen den Wuppertaler SV/Borussia U 23 (jetzt Dritter) direkt das nächste Duell mit einem Spitzenteam. Die Elf von Trainer Jörg Vollack tritt am Sonntag (14.30 Uhr) bei der TuRu Düsseldorf an — die trotz mäßiger Resultate in den vergangenen Wochen immerhin noch auf Rang vier und damit weit vor Baumberg liegt.

Einen Vorteil sieht Vollack in der Durststrecke des Gegners aber nicht: "Das ist für mich alles kein Kriterium. Ich sage gerne jede Woche wieder, dass wir in dieser Klasse gegen jeden außer gegen den KFC Uerdingen gewinnen und verlieren können. Dass es bei TuRu nicht ganz rund läuft, kann sich schnell ändern."

Düsseldorf hält Vollack für individuell sehr stark besetzt. Dabei denkt er unter anderem an Torjäger Miguel Lopez-Torres oder die Mittelfeldspieler Aleksandar Pranjes und Marco Nikolic. "Aber wir haben auch richtig Qualität und der gegnerische Trainer wird sich ebenfalls seine Gedanken machen, wie er uns ausschalten kann", vermutet Baumbergs Coach, "es wird darauf ankommen, wer mehr Herz zeigt. Diese Mannschaft wird gewinnen."

Spannung dürfte zudem das Aufeinandertreffen der Sportfreunde mit dem an der Sandstraße in Ungnade gefallenen Yannic Intven bringen. Vor der Saison hatte der TuRU-Verteidiger bereits einen Vertrag bei den Sportfreunden unterschrieben — um dann kurz vor dem Beginn der Vorbereitung doch einen Rückzieher zu machen und lieber bei der TuRu zu bleiben. Vollack betrachtet den Fall mittlerweile allerdings äußerst gelassen: "Einen Spieler, der sein Wort nicht hält, kann ich sowieso nicht gebrauchen."

Intern kommt es bei den Sportfreunden gerade zu ersten Reibungen — Folge des intensiven Konkurrenzkampfes. Für Gabriel Czajor, der in der vergangenen Saison noch zu den besonders wichtigen Stützen gehörte, ist aktuell kein Platz im qualitativ gut besetzten defensiven Mittelfeld. Am vergangenen Wochenende war Czajor dann sogar in der zweiten Mannschaft unterwegs, weil Vollack das Engagement des Spielers im Training unzureichend fand. Sicher ist, dass die Sportfreunde im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler gut gebrauchen können.

Die 16 Punkte und Rang 14 sind schließlich alles andere als ein Ruhekissen. Läuft es falsch für Baumberg, droht sogar das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz. Dagegen wollen Team und Trainer durchaus was unternehmen.

(mroe)