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Lokalsport: Führungswechsel bei den Kickern des GSV

Lokalsport : Führungswechsel bei den Kickern des GSV

Der Fußball-Kreisligist aus Langenfeld hat seit Dienstagabend in Horst Koch einen neuen ersten Vorsitzenden.

Der Fußball-Kreisligist GSV Langenfeld hat einen großen Umbruch hinter sich. Mit Horst Koch wurde Dienstagabend nicht nur ein neuer erster Vorsitzender gewählt, sondern seit Januar steht auch ein neuer Mann an der Seitenlinie des Kreisliga-Teams. Coach Kersten Klein nahm nach einer wenig erfolgreichen Hinrunde seinen Hut. "In Absprache mit dem Verein habe ich beschlossen, dass es das Beste ist, wenn wir die Zusammenarbeit jetzt beenden", erklärte Klein.

Nehat Ljoki wird bis auf weiteres seine Aufgaben übernehmen. Dass sich die Wege von Koch und dem GSV bald trennen werden, war schon seit einem Gespräch kurz nach Neujahr klar. Nach Ablauf der Saison sollte Ljoki, bisher Trainer des zweiten Teams, Kleins Posten einnehmen. Klein hatte geplant, sein Engagement zu beenden und die Saison nur noch sauber zu Ende zu bringen.

Sauer war er über missverstandene Absprachen über die Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft. Im Klartext heißt das: dem ehemaligen Coach wurde personelle Unterstützung aus dem B-Kreisliga-Team zugesagt, von der er laut eigener Aussage jedoch nie etwas gesehen hat. "Bei einem weiteren Gespräch wurde dann klar, dass es wenig Sinn ergibt, wenn wir mit dem Trainerwechsel bis zum Sommer warten", erklärt Ljoki, der einige Spieler aus dem zweiten Team zu dem im Winter stark ausgedünnten Kader hinzufügen kann.

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Auch die Wechsel von unter anderem Sven Schneider, Vincenzo Pichierri, DemetrioScelta und Abdallah Anakhrouch waren Mitgrund dafür, warum Klein seine Zukunft nicht mehr am Gravenberg sah. Hinzu kam die mangelnde Trainingsbeteiligung. "Manchmal stand ich mit zehn Mann beim Training", sagt Klein, "das ist für mich total frustrierend." Unter diesen Voraussetzungen erschien es Klein nicht mehr möglich, seine Mannschaft zum Klassenerhalt zu führen.

Nach einer schwachen Hinrunde rangiert der GSV auf dem 13. Tabellenrang — derzeit ist das ein Abstiegsplatz. Das einzige Ziel des neuen Trainers Nehat Ljoki wird der Verbleib in der Kreisliga A sein. "Das ist doch völlig logisch. So eine Saison musst du einfach glimpflich über die Runden bringen", erklärt der erste Vorsitzende Horst Koch.

Auch der Vorsitzende weiß um die schlechte Stimmung im Team. "Das war keine Mannschaft mehr", betont Koch. "Das lag aber nicht am Trainer, sondern an den Spielern." Mit dem neuen Coach wäre der Zusammenhalt in der Mannschaft nun ein ganz anderer, so Koch. Das hängt sowohl mit den 13 hochgerückten Spielern aus dem zweiten Team als auch mit manchen Aussortierungen des neuen Coaches zusammen. "Der Erfolg des Teams darf nicht von einzelnen Spielern abhängen, sondern muss durch ein gut zusammenarbeitendes Team erkämpft werden. Im Abstiegskampf hast du keine andere Möglichkeit", so Ljoki. Viel anderes bleibt dem GSV tatsächlich nicht übrig. Sonst kann es ganz schnell geschehen, dass in der nächsten Saison neben der zweiten auch die erste Mannschaft in der Kreisliga B spielt.

(RP)